26. Oktober 2008 21:25
Diese Fotos dokumentieren, dass Jörg Haider bei seinem Unfall mit 142 km/h
keine Chance hatte: Jetzt wurden die Polizeifotos öffentlich, auf denen das
Autowrack in dem Haider starb, im Detail zu sehen ist.
Aus Wagen geschleudert
Die Polizeifotos zeigen: Bei dem Aufprall
wurde Haiders Brille der Marke Donna Karan weit aus dem VW Phaeton
geschleudert und liegt zerbrochen auf dem Asphalt. Daneben: Zweige der
Thujenbüsche am Fahrbahnrand, die der Wagen regelrecht abrasiert hat.
Auch der rechte schwarze Schuh Haiders liegt einige Meter vom Auto entfernt
im Gras – der Schuh der Luxus-Marke Ludwig Reiter wurde regelrecht
davongeschleudert, obwohl Haider angeschnallt im Auto blieb.
Zerfetztes Cockpit
Im Wageninneren dann das totale Chaos:
Splitter der völlig zerbröselten Windschutzscheibe sind überall verteilt.
Auf der Rückbank des Wagens verstreut sind unzählige Autogrammkarten zu
sehen, die Haider überall an seine Fans verteilte.
Die Airbags im Frontbereich des Wagens sind aufgegangen – die Luft ist
bereits entwichen, überall hängen Drähte vom völlig zerfetzten Cockpit des
Wagens, der aufgrund seiner Ausstattung als eine der sichersten Limousinen
gilt. Doch die Wucht des Unfalls war so heftig, dass die Fahrertüre und die
Hintertüre auf der Fahrerseite weggerissen wurden. Eine der Türen wurde
dabei mit einer derartigen Geschwindigkeit durch die Luft geschleudert, dass
ein meterhoher Nadelbaum von der Türe in der Mitte glatt durchgeschnitten
wurde.
Stimmungsaufheller
Und auf der Mittelkonsole neben dem
Automatik-Schalthebel liegt eine Schachtel mit dem Vitaminpräparat Sunny
Soul, das gegen Stimmungsschwankungen und Stress hilft. Das Präperat ist
quasi ein Energie-Drink in Pillenform, aber kein Medikament. Laut Obduktion
hat dieses Mittel Haiders Fahrtüchtigkeit nicht beeinträchtigt – ebenso
wenig waren andere illegale Drogen im Spiel.
Entsetzen
Haiders Familie ist nun entsetzt darüber, dass die
Bilder aus dem Polizeiakt von der Polizei selbst ohne Rücksprache an die
Öffentlichkeit weitergegeben wurden. Heute will die Polizei volle Aufklärung
geben, warum die Bilder, zu denen nur ein enger polizeiinterner Kreis Zugang
hatte, veröffentlicht wurden.