War Toter der Gülle-Attentäter?

Selbstmord im Polizeiauto

War Toter der Gülle-Attentäter?

Im Mölltal gibt es nur noch ein Thema: Der Selbstmord des Ex-UNO-Soldaten Hermann P. (48). Wie berichtet, hat sich der Blauhelm-Soldat aus Heiligenblut in einem Streifenwagen mit der entrissenen Dienstwaffe eines Polizisten erschossen. Der Unteroffizier soll an schweren Depressionen gelitten, zuvor Selbstmordgedanken geäußert haben. Die Beamten, die den Unteroffizier seit Jahren kannten, beruhigten ihn zunächst und wollten ihn mit auf den Posten nehmen. Doch nach wenigen Kilometern kam es zur Tragödie.

Polizisten unter Schock
Inzwischen laufen die Untersuchungen durch das LKA. Geklärt werden soll, wie Hermann P., der auf dem Rücksitz in der Streife saß, dem Beamten auf dem Beifahrersitz die Dienstpistole vom Typ Glock 17 aus dem Holster entreißen konnte, um sich dann in den Kopf zu schießen. Eine Obduktion des Leichnams hat die Staatsanwaltschaft angeordnet, die Polizisten erlitten einen Schock, der betroffene Beifahrer liegt noch immer im Spital. Derweil kursieren im Heimatort Heiligenblut Gerüchte über das Motiv für den schrecklichen Suizid: „Das waren nicht nur Depressionen, da steckte mehr dahinter, sagt ein Stammtisch­bruder von Hermann P.

Gülle-Anschlag
Was er meint: Der Ex-Unteroffizier, der vor allem auf den Golan-Höhen gedient hatte, soll als Verdächtiger für ein Sprengfallen-Attentat auf die Polizei infrage gekommen sein. Wie berichtet, wurden bei der Ekel-Attacke an einem Radarkasten Polizisten mit Gülle „beschossen“.

War die Polizei dem
 Soldaten auf den Fersen?
Der Tatort liegt weniger als 50 Kilometer vom Wohnort von Hermann P. entfernt, genügend Groll gegen die Exekutive soll der Soldat durchaus gehegt haben. „Sie haben ihm schon mehrfach den Führerschein abgenommen“, sagt ein Bekannter des toten Unteroffiziers.

Als Blauhelm-Soldat soll er sich auch mit Sprengfallen ausgekannt haben. Lag das Motiv für den Selbstmord in der Tatsache, dass ihm die Ermittler der Polizei inzwischen auf die Schliche gekommen waren und ihn einvernehmen wollten?

M. Wrussnig

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