Wirbel um teuren PR-Berater

LKH Klagenfurt

© TZ Österreich Raunig

Wirbel um teuren PR-Berater

Wieder Wirbel um den PR-Berater des LKH Klagenfurt. Der Mann berät sowohl das LKH-Klagenfurt als auch die Krankenhausbetriebsgesellschaft (KABEG) in Sachen Medien. Sein Honorar ist mehr als fürstlich. Für ganze elf Arbeitstage (Tätigkeitsbericht liegt ÖSTERREICH vor) kassierte der PR-Profi im Jänner satte 8.038,80 Euro. Gearbeitet wurde an vielen Tagen nicht im Büro, sondern in feinen Restaurants. Besonders Journalisten der Kärntner Medien traf der PR-Mann oft und gerne, Meetings gab es im Da Luigi, im Krumpendorfer Hof, im Schweizerhaus und Zur Poterne. Im Schnitt listete der Berater dafür satte vier Stunden Arbeitszeit auf. Ein besonders willkommenes Thema war im Jänner ein Virenangriff auf die Computer im LKH. So schaffte er im Jänner für sein stolzes Honorar elf „Arbeitstage“.

Journalisten eingekocht
Besonders geplagt war der Lobbyist aber 2007, da soll es seiner Aufstellung nach angeblich zu 20 noblen Restaurant-Besuchen mit einer Redakteurin und 10 weiteren mit einem Redakteur allein nur von der Kleinen Zeitung gegeben haben. Doch auch Kronen Zeitung und ORF glaubte er im Griff zu haben. In einigen Fällen muss wohl Fantomas sein Tischgast gewesen sein, denn die Journalisten dementieren: „Unmöglich, da ist eine Null zu viel dabei. Nach unseren Aufzeichnungen waren es nur zwei Essen“, so die empörten Kollegen von der „Kleinen“.

Verhaltenskodex
Um die Botschaften und Anliegen der Direktoren und Manager den Journalisten von ORF und den Kärntner Zeitungen elegant zu servieren, verpasste der PR-Profi der Führungsetage von KABEG und LKH einen zwei Seiten langen Verhaltenskatalog „Wie verhält man sich Journalisten gegenüber“. Fein säuberlich wird aufgelistet wie man sich bei einem Anruf zu verhalten hat. Es beginnt mit „Immer freundlich“ bis hin zu Punkten, wie mit lästigen Leuten zu verfahren ist. Lobbying steht dabei an erster Stelle.

Scheuch ist sauer
Aufsichtsrat Kurt Scheuch will die Vorwürfe jetzt alle bis ins kleinste Detail untersuchen lassen: „Ich frage mich, wie käuflich sind Medien. Oder hat der PR-Berater geschwindelt ?“. Bestätigten sich die Vorwürfe, dürfte der PR-Berater schon bald nur noch als Patient das LKH betreten.

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