12. Oktober 2009 18:22
© FF Lichtenwört / Photo Press Service
Sie hat gesehen, wie ihr Freund sterben musste, hielt seinen Kopf noch
minutenlang, ehe die Leiche weggebracht wurde. Jetzt, zwei Tage nach dem Horrorunfall,
steht Gustav Krals Freundin, Ex-Miss Austria Patricia Kaiser, unter Schock,
hat sich völlig zurückgezogen. Noch an der Unfallstelle kümmerte sich ein
Krisenteam des Roten Kreuzes um sie und Krals Eltern.
Mutter: „Es geht ihr schlecht.“
Mittlerweile ist
Kaiser zu ihren Eltern nach Oberösterreich gereist, sucht dort nach Ruhe und
einer Erklärung für das Unbegreifliche. Ihre Mutter Silvia Kaiser sagt zu
ÖSTERREICH: „Wir sind alle völlig durcheinander.“
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Kaiser: E-Mail im Wortlaut
. . . Kaiser über ihre Gefühlslage „Womit
fang ich an, was soll ich denken, zu viel geht in meinem Kopf herum.
Wieso hat er mir ihn weggenommen?
Er war so gut bei seinem letzten Spiel – er hat es entschieden!
Ich hab’ das erste Mal die Videokamera mitgehabt – weil er noch so
viel vor hatte! Er war so wundervoll, zärtlich, mitfühlend,
verständnisvoll. Ein Mensch, der nie jemanden je etwas Schlechtes
wollte, den jeder liebte! Ich hab’ so unglaublich viel gelacht an
seiner Seite. Wir kannten uns seit vier Jahren, lieben gelernt haben
wir uns im Dezember letzten Jahres.
Er hat mich immer verstanden – und er war so stolz auf mich – und
ich auf ihn! Wir haben uns beide so viel Kraft geschenkt. Wir hatten
unser Glück – und dieses Glück wurde mir jetzt genommen. . .
Ich kann es nicht wahrhaben, dass ich ihn nie mehr wiedersehen
werde, dass er mich alleine gelassen hat. Wieso kann sich der
Schutzengel nicht teilen und uns beide beschützen . . .?
Gusti war das einzige Kind von Karin und Gustav Kral – ich werde
immer für sie da sein!“
. . . über den Unfall:
„Wir haben nach dem Spiel noch herrliche Stunden bei seiner
Familie verbracht. Auf dem Weg nach Hause ist es passiert. Wir kamen
ins Schleudern – dann der Überschlag. Ich wollte Hilfe holen – habe
auf der Straße gewunken, bin gesprungen – aber erst das sechste Auto
hielt an – und ich konnte wieder zu ihm, hielt seine Hand, spürte aber
keinen Puls mehr . . .“
. . . über ihre Verletzungen:
„Ich wurde nach der Bergung im Krankenhaus untersucht – bis auf
ein paar Beulen, blaue Flecken, Schrammen, Splitter und
Nackenschmerzen hatte ich nichts, gar nichts.“
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Konditionstrainer Andreas Vock hat Kaiser mehrmals in der Woche trainiert:
„Ich habe mit ihr kurz telefoniert. Es geht ihr echt sehr schlecht. Sie hat
Schuldgefühle, dass sie den Unfall überlebt hat und Gustav sterben musste“,
sagt Vock zu ÖSTERREICH. Kaiser selbst wollte zu dem Unglück keine Stellung
nehmen. Ihr Ex-Manager bereitete Montagnachmittag jedoch eine offizielle
Aussendung vor. Kaisers geplante Teilnahme an der ORF-Show „Das Rennen“ mit
Armin Assinger ist fraglich.
Ebenso tief sitzt die Trauer bei Familie und Freunden des verunglückten
Fußballers Kral: „Er war ein hervorragender Mensch und ein super Fußballer.
Er wollte sich bei uns fit halten, im Jänner wieder für einen Profiklub
spielen“, sagt UFC Raiba Purbach-Obmann Harald Neumayer.
Freunde: „Sind geschockt.“
Eine mit den Krals eng
befreundete Familie sagt zu ÖSTERREICH: „Der Schock sitzt bei uns allen
tief. Gustl ist bei uns jahrelang ein und aus gegangen. Das war eine Gruppe
von jungen Sportlern, die gerne zusammen Zeit verbracht hat. Jetzt ist
einfach einer aus der Gruppe weg, das ist unbegreiflich.“