So täuschte Stephan S. ganz Krems

Rinke fassungslos

© TZ ÖSTERREICH / FALLY

So täuschte Stephan S. ganz Krems

Es ist erst zehn Tage her, dass Stephan S. (17) mit treuherzigem Blick Bürgermeisterin Inge Rinke 942 Unterschriften für ein Jugendzentrum in Lerchenfeld übergeben hat. Seit vier Tagen steht aber fest, er ist ein Schläger im Schafspelz. Gemeinsam mit Robert J. (15) und Kevin K. (16) hat er im Kremser Stadtpark den 17-jährigen Alexander S. überfallen, mit einem Messer bedroht und ausgeraubt. Begründung der Jugend-Gang: „Es war uns so fad.“

Wunsch nach Boxsack
Bürgermeisterin Rinke ist über die Dreistigkeit fassungslos. Bei der Übergabe der Listen im Bürgermeisterzimmer war Stephan nichts anzumerken. Auffallend war nur sein Wunsch für das Jugendzentrum: einen Box-Sack, „um kräftig wo drauf hauen zu können“. Rinke: „Ich hab mir ja nicht ausgesucht, wer zu mir kommt. Ich weiß nur, dass der Bursch von Anfang an in die Trauerarbeit um Florian P. (er wurde beim Überfall auf einen Supermarkt in Krems von der Polizei erschossen, Anm. d. Red.) eingebunden war. Er hat auch Demos organisiert.“

Für Rinke ist aber klar, die Stadt kann für diese Auswüchse einiger weniger nichts: „Da müssen die Eltern dahinter sein. Vielleicht sollten sie mit ihrem Nachwuchs mehr Zeit verbringen.“

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