Prozess gegen mutmaßliche Sextouristen geplatzt

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Prozess gegen mutmaßliche Sextouristen geplatzt

Zwei mutmaßliche Sextouristen aus Österreich sollen während ihrer Marokko-Urlaube 2004 und 2005 drei minderjährige Buben gegen Entgelt missbraucht haben. Die Pensionisten, 62 und 67 Jahre alt, hätten sich am Donnerstag vor einem Salzburger Schöffengericht verantworten sollen, allerdings waren die beiden um 9.00 Uhr zu Prozessbeginn nicht erschienen, und zwar unentschuldigt.

Zeugen kamen aus Marokko
Die drei marokkanischen Zeugen wurden kontradiktorisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit einvernommen. Danach werde die Verhandlung vertagt, hieß es.

Ein Angeklagter angeblich krank
Der Verteidiger des 67-jährigen Pensionisten teilte mit, dass sein Mandant krank sei und zu Hause im Bett liege. Der Aufenthalt des zweiten Beschuldigten konnte nicht ermittelt werden.

Von marokkanischer Polizei verhaftet
Die laut Anklagebehörde homosexuellen Pensionisten hatten in der Nähe von Agadir einen Bungalow gemietet. Dorthin sollen sie über einen Vermittler die Buben aus ärmlichen Verhältnissen gelockt und zur Unzucht missbraucht haben. Aufgrund eines Hinweises führte die marokkanische Gendarmerie am 12. Mai 2005 eine Hausdurchsuchung durch und stellte Spuren sexueller Handlungen und pornografisches Material sicher.

Die Österreicher wurden in Marokko verhaftet, nach drei Tagen aber wieder auf freien Fuß gesetzt. Es gab auch noch einen dritten Pensionist dabei, ein ehemaliger Pfarrer. Gegen ihn wurde in Salzburg ein gesondertes Verfahren durchgeführt, das aber mangels Beweisen mit einem Freispruch endete.

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