Wilde Jagd auf Drogendealer

20 Min Hetzjagd

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Wilde Jagd auf Drogendealer

Da staunten selbst die zwei hartgesottenen Polizisten nicht schlecht, als sie am sommerlichen Montagabend gegen 20 Uhr zwei Männer am Elisabethkai zur Ausweiskontrolle baten. Denn anstatt den Beamten ihre Dokumente unter die Nase zu halten, versetzte ein 30-jähriger Nigerianer dem Polizisten einen harten Handschlag gegen die Brust.

Das Überraschungsmoment nutzte das Duo aus und nahm im Sprint Reißaus. Die Männer flüchteten entlang der Salzach stadtauswärts in Richtung Lehen. Die Beamten nahmen sofort die Verfolgung im Laufschritt auf.

Verdächtiger setzte sich bei Festnahme zur Wehr
Über die Schwarzstraße in Richtung Mirabellgarten sprintete ein Flüchtiger und rannte danach im Zick-Zack erneut über die Schwarzstraße retour zur Salzach. Schlussendlich hechtete er sich über eine Hecke in das Grundstück der evangelischen Christuskirche. In einem Gebüsch versteckte er sich und harrte der Dinge. Doch alarmierte Verstärkung konnte den Nigerianer im Garten erspähen und dingfest machen.

Sein Komplize kam gar nicht so weit. Die Beamten stellten ihn noch am Kai. Doch der Mann setzte sich massiv gegen seine Festnahme zur Wehr. Er trat einem Beamten mit voller Wucht gegen das Knie. Der Polizist sank verletzt zu Boden. Als ihm ein Kollege zur Hilfe kam, biss der Delinquent den Beamten in die Hand. Nur mit der Hilfe von herbeigeeilten Kollegen konnte der Mann schließlich überwältigt werden.

Duo ist in Haft und muss mit Anzeigenflut rechnen
Bei den Durchsuchungen der beiden Nigerianer, einer ist im Flachgau wohnhaft, stellte sich schließlich heraus, warum sie davonrannten: Die Beamten fanden zehn Gramm Kokain, eine kleine Menge Heroin und jede Menge Bargeld.

Die mutmaßlichen Drogendealer wurden in das Polizeigefängnis an der Alpenstraße eingeliefert. Das Duo kann sich nun warm anziehen, denn neben Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz werden sie wegen den Angriffen auf die Beamten auch wegen schwerer Körperverletzung angezeigt.

Die beiden verletzten Beamten wurden ins Landeskrankenhaus gebracht und dort stationär versorgt.

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