8 Neonazis als Schläger vor Gericht

Graz

8 Neonazis als Schläger vor Gericht

Zweimal, einmal im Jänner und dann im Juni 2010, sollen die acht jungen Männer (zwischen 21 und 32 Jahren) in unterschiedlicher Besetzung zugelangt haben: Einmal bei einer Geburtstagsfeier in einem Grazer Lokal, wobei drei Personen verletzt wurden. „Ein Student hatte eine mehrfach gebrochene Nase und gebrochene Augenhöhlen“, illustrierte Staatsanwalt Johannes Winklhofer die Gewalt.

Nazi-Parolen
Der zweite Vorfall war dann beim Public Viewing am Karmeliterplatz während der Fußball-Weltmeisterschaft. Wieder gab es Pöbeleien, wieder Faustschläge, wieder Neonazi-Parolen.

Schuldig bekannte sich Montag vor Richter Raimund Frei keiner der Angeklagten. „Ich war gerade am WC“, sagte der Erstangeklagte. Er habe von den Vorfällen im Lokal nichts bemerkt. „Mein Mandant ist betrunken am Gehsteig gelegen“, war eine der weiteren Erklärungen, warum ein Kärntner ganz sicher nichts mit den Schlägereien zu tun haben soll. Ein anderer will gar nicht in Graz, sondern in Stockerau gewesen sein.

Auf die Frage von Richter Raimund Frei, warum alle mit einem T-Shirt mit der Aufschrift „Blood and Honor“ bekleidet gewesen seien, meinte der Beschuldigte: „Weiß ich nicht, mir bedeutet das nichts.“

Der Prozess wird morgen fortgesetzt.

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