Steirisches Tal schwer vermurt Steirisches Tal schwer vermurt

Unwetter

© Freiwillige Feuerwehr St. Johann

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Steirisches Tal schwer vermurt

Schlimm erwischt hat es den steirischen Ort Radmer in der Obersteiermark. Bis zu 750 Bewohner waren seit Sonntagabend von der Außenwelt abgeschnitten, da rund zwei Meter hohe Geröllmassen die Verbindungsstraße aus dem Graben, in dem die Ortschaft liegt, versperrten. Noch Montagvormittag konnten die Einsatzkräfte nur über einen Notweg in das von Überschwemmungen und Vermurungen betroffene Gebiet gelangen. Auch die Wasserleitung war unterbrochen.

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Jetzt haben die Einsatzkräfte die Bundesstraße so weit frei geräumt, dass sie die heruntergebrochenen Felsblöcke mit bis zu fünf Kubikmetern Volumen mit schweren Geräten wegschaffen konnten.

Bach floss durch Wohnhaus
Die Schäden sind noch nicht abschätzbar: Ein Bach floss direkt durch ein Wohnhaus und ein Gasthaus, die Wassermassen versetzten Autos um bis zu 800 Meter, so Karl Heigl von der Feuerwehr Hieflau.

Bürgermeister geschockt
Siegfried Gallhofer, Bürgermeister von Radmer, zeigte sich von den schweren Schäden in seiner Gemeinde betroffen: "Wir hatten schon einige Überschwemmungen, aber noch keine in dem Ausmaß," so das Gemeindeoberhaupt. "Drei Häuser sind besonders schwer betroffen. Da sind die Wassermassen durch die Gebäude geflossen," erklärte Gallhofer. Während die Straßen in Vorderradmer zumindest vom Wasser, das zum Teil 60 Zentimeter hoch geflossen war, befreit werden konnten, war am Montagvormittag der Ortsteil Hinterradmer noch überflutet. Rund 300 Menschen seien dort noch eingeschlossen, berichtete der Bürgermeister. Verletzte habe es glücklicherweise nicht gegeben.

Schwere Unwetter verwüsten Salzburger Gebirgsgaue
Heftige Gewitter mit Hagel führten am Sonntagabend im Salzburger Pinzgau sowie im Pongau zu Behinderungen im Straßenverkehr. Gegen 17:30 Uhr musste demnach die Pinzgauer Straße (B311) zwischen Lend und dem Schönbergtunnel auf der Umfahrung Schwarzach gesperrt werden, nachdem umgestürzte Bäume die Fahrbahn blockiert hatten. Ausweichen war nur großräumig über über Zell am See - Saalfelden und das Kleine Deutsche Eck möglich.

Nach Murenabgängen war um 18:00 Uhr auch die Wagrainer Straße (B316) zwischen St. Johann und Wagrain sowie die Hochkönig Straße (B164) zwischen Mühlbach und Bischofshofen nicht mehr passierbar. Wie lange die Sperren aufrecht bleiben würden, war zunächst nicht bekannt.

Heftiger Gewitter in Tirol
Teils heftige Gewitter sind am Sonntag am späten Nachmittag und auch noch in der Nacht auf Montag über Tirol hinweg gezogen. Die Feuerwehren hatten zahlreiche Einsätze zu verzeichnen. In Osttirol war die Defereggentalstraße am Sonntagabend nach einem Murenabgang mehr als zwei Stunden lang gesperrt. Im Großraum Innsbruck musste die Feuerwehr dutzende Male ausrücken.

In der Landeshauptstadt waren vor allem die nördlichen Stadtteile betroffen. In Hötting, Arzl und Mühlau wurde die Feuerwehr vor allem bei überfluteten Kellern und Tiefgaragen zu Hilfe gerufen.

Foto: (c) Freiwillige Feuerwehr St. Johann

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