Tiersterben im Schrott-Lkw: Exoten tot

Tiertransport

© Land Stmk

Tiersterben im Schrott-Lkw: Exoten tot

Auf der A2 im Bezirk Voitsberg spielte sich am Wochenende ein Tierdrama ab. Die Polizei zog einen exotischen Tiertransport nach 30 Stunden Fahrt im Schrott-Lkw aus dem Verkehr. Den Beamten bot sich ein Bild des Schreckens. Der desolate polnische Laster hatte insgesamt 5 Krokodile, 29 Störche, 10 Schlangen, 9 Warane, 3 Kakadus und 30 Frösche geladen, 28 davon waren bereits verendet.

Eingepfercht
„Die Frösche waren in einer Box mit Luftlöchern und feuchter Küchenrolle untergebracht“, erzählt Landes-Tierinspektorin Evelyn Loibersböck. „Der Fahrer hätte sie zwischendurch besprühen müssen.“ Nicht viel besser erging es dem Rest der Tiere. Die Warane (eine Echsen-Art) fand man in Zeitungspapier eingewickelt. Die Störche wurden zu zweit in Kisten transportiert und mittels Kübel und Strick getränkt. Die Schlangen mussten in Säcken ausharren. Alle Tiere waren extrem zusammengepfercht.

Rund 30 Stunden waren die Exoten – mit offiziellen EU-Papieren – von Warschau bereits unterwegs. Sie sollten nach Lignano bzw. Rom überstellt werden. „Für Wildtiere gibt es keine maximale Transportdauer“, so Loibersböck. Der Fahrer muss mit einer Anzeige rechnen. Nach Kontrolle und Tränke durfte er seine Reise fortsetzen.(baj)

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