Bauarbeiten am Brenner-Basistunnel gestartet

Napolitano zu Gast

Bauarbeiten am Brenner-Basistunnel gestartet

Im Beisein des italienischen Staatspräsidenten der Republik Giorgio Napolitano ist am heutigen Montag der "Maulwurf" in Betrieb gesetzt worden, der den 53 Kilometer langen Erkundungsstollens für den zukünftigen Brenner-Basistunnel bohren wird. Somit wurden die Arbeiten für den neuen Brenner-Tunnel offiziell gestartet. Den symbolischen Startknopf zum Beginn der Arbeiten drückte im Beisein vom Präsidenten der Republik Giorgio Napolitano der Geschäftsführer Italienischen Staatsbahnen (FS), Mauro Moretti, gemeinsam mit dem Präsidenten der Provinz Bozen, Luis Durnwalder, dem Präsidenten der Autonomen Provinz Trient, Lorenzo Dellai, und dem Präsidenten des Aufsichtsrates der BBT SE, Horst Pöchhacker.

6,6 Milliarden Euro
Die laut den 2006 erstellten Schätzungen vorgesehene Gesamtinvestition beläuft sich auf etwa sechs Mrd. Euro und zwei Mrd. Euro Finanzierungskosten. Die Europäische Union hat zur Verwirklichung des Erkundungsstollens eine Finanzierung von 215 Mio. Euro, 50 Prozent der erforderlichen Mittel, beschlossen. Der restliche Betrag wird zu gleichen Teilen zwischen Italien und Österreich aufgeteilt.

Der Erkundungsstollen umfasst sechs Baubezirke: Aicha, Maules und Pfitsch auf italienischem Staatsgebiet; Wolf, Ahrental und Innsbruck auf österreichischem Staatsgebiet. Die Bohrung des Erkundungsstollens zwischen Aicha und Maules wird die Ermittlung wichtiger Angaben über die hydro-geologischen Merkmale ermöglichen, um den Bau des Haupttunnels unter Verringerungen der zeitlichen und kostenbedingten Risiken zu erleichtern.

Fertigstellung 2020
Die Arbeiten für den etwa 56 km langen Basistunnel werden bis 2010 starten, mit dem Ziel, die Bauarbeiten vor 2020 in einem mit den besten Leistungen auf Europaebene vergleichbaren Zeitraum zu beenden, und dies dank der beim Durchstich des Erkundungsstollens gesammelten Informationen.

Die Planung und Realisierung des Brenner-Basistunnels sowie der Vorbereitungsarbeiten für den Tunnel werden von der BBT SE durchgeführt, der europäischen Gesellschaft, an der Italien durch Tunnel Ferroviario del Brennero (83 Prozent Rete Ferroviaria Italiana, Gesellschaft der Gruppe FS; 6 Prozent Autonome Provinz Bozen; 6 Prozent Autonome Provinz Trient und 5 Prozent Provinz Verona) zu 50 Prozent, Österreich und das Land Tirol zu je 25 Prozent beteiligt sind.

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