Fast an einer Zwetschke erstickt

Notarzt half

© dpa/A2070 Rolf Haid

Fast an einer Zwetschke erstickt

Eine harmlose Frucht wäre am Dienstag Katharina Schliemann aus Jenbach fast zum Verhängnis geworden. Die 72-Jährige war mit ihrem Lebensgefährten Karl Omenitsch in einem Lebensmittelgeschäft in Brixlegg einkaufen. „Während ich die Fleischbestellung an der Theke aufgab, entdeckte Katharina in der Obstabteilung einen Berg schöner großer Zwetschken“, erzählt Omenitsch.

Verschluckt
Die Frau halbierte eine Zwetschke und steckte die kernlose Hälfte in den Mund. Wenige Sekunden später der Schock. Sie hatte sich verschluckt. „Klopf mit bitte hinten rauf!“, konnte Sie gerade noch stöhnen, erzählt Karl Omenitsch. Doch seine Hilfe nutzte nichts.

Kurz darauf sackte die 72-Jährige über dem Einkaufswagen zusammen und verlor langsam das Bewusstsein. Omenitsch schrie um Hilfe, die Verkäuferinnen des Supermarkts verständigten die Rettung.

Glück im Unglück
Notfallarzt Marcel Bayr und einige Sanitäter waren gerade von einem Einsatz zurück , als sie per Funk die Mitteilung „Person droht zu ersticken“ erhielten. „Wir hatten unwahrscheinliches Glück, denn der Arzt war nur ein paar hundert Meter von uns entfernt und in weniger als einer Minute bei uns im Geschäft“, erklärt Omenitsch.

„Zwei Minuten später und jede Rettung wäre zu spät gekommen“, fügt er fix und fertig hinzu. Mit einer Zange konnten die Sanitäter und der Arzt schließlich die Zwetschke aus ihrem Hals ziehen. Nach zwei Stunden Behandlung in der Klinik in Schwaz konnte Schliemann wieder nach Hause, wo sie noch das Bett hütet. Von Zwetschken habe Frau Schliemann jedenfalls erst mal genug.

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