Döbling versinkt im Parkpickerl-Chaos

Tiller schlägt Alarm

Döbling versinkt im Parkpickerl-Chaos

Gegen fast alle Wetten hatten die Döblinger bei einer Bürgerbefragung im November 2016 die Einführung eines flächendeckenden Parkpickerls im völlig zugeparkten Döbling abgelehnt.

Das Verfassungsgericht blockiert Insel-Lösung

Bezirksvorsteher Adi Tiller (ÖVP) hatte seither versucht, in den extrem betroffenen Gebieten etwa in Heiligenstadt "Insellösungen" für ein Anrainerparken zu finden, bei dem für Bezirksbewohner die Parkplätze gratis wären, für die "Parkschwindler aus dem Umland", so Tiller im O-Ton, aber nicht.

Das Pech des ÖVP-Urgesteins: Im Rathaus sei man allerdings -gestützt auf eine Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs -der Ansicht, dass solche Zonen nur in Bezirken mit Parkraumbewirtschaftung geschaffen werden können. "Damit sind mir die Hände gebunden", resümierte der ÖVP-Politiker. Tiller bitter: "Um Anrainerzonen zu schaffen, müssten wir das Parkpickerl einführen, dafür bekomme ich in der Bezirksvertretung keine Mehrheit."

"Situation ist traurig." Der Parkplatzdruck rund um Heiligenstadt, Ober-und Unterdöbling oder Nußdorf bestehe somit weiterhin. Verschärft werde er deshalb, weil der benachbarte 18. Bezirk im vergangenen Herbst die f lächendeckende Kurzparkzone eingeführt hat. Tiller: "Die Situation ist traurig. Ich muss um Geduld bitten."

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