Asylheim-Anschlag: Vorwürfe gegen FPÖ

Betroffenheit in Graz

© TZ ÖSTERREICH

Asylheim-Anschlag: Vorwürfe gegen FPÖ

Caritas-Präsident Franz Küberl hat sich nach der Detonation vor dem Grazer Flüchtlingswohnheim der Caritas mit einem Verletzten tief betroffen gezeigt. "Die Bewohner des Caritas-Asylheims sind tief erschrocken und verunsichert," so der Präsident, gegenüber "Kathpress". Er hoffe, "dass die Polizei bald  Klarheit über die Hintergründe schaffen wird und vertraue ganz der Professionalität von Polizei und Verfassungsschutz", erklärte Küberl.

   "Tief betroffen" zeigte sich auch der stellvertretender Bundessprecher der Grünen und steirische Spitzenkandidat Werner Kogler. "Rechte Hetzer" hätten politisch den Boden für das Attentat bereitet, meinte Kogler am Samstag in einer Stellungnahme gegenüber der APA. Er erwarte nun, dass Landeshauptmann Franz Voves (S) und sein Vize Hermann Schützenhöfer (V) "klare Worte" zu dem Attentat finden und "endlich eine Koalition mit den rechten Hetzern ausschließen". "Wenn durch Hetze das gesellschaftliche und politische Klima vergiftet wird, wenn über 'Spiele' Minarette und Menschen eliminiert werden, wird der Boden für solche verabscheuungswürdigen Gewalttaten aufbereitet", spielte Kogler auf die steirische FPÖ an.

   Die Grazer Vizebürgermeisterin Lisa Rücker (Grüne) meinte zu dem Vorfall: "Fest steht, dass durch das politische Aufheizen der Stimmung, egal ob durch Computerspiele oder verbal, Hass geschürt wird. Irgendwann geht es dann nämlich nicht mehr um ein Internetspiel, auf ein sogenanntes Spiel folgen Menschen."

   Der steirische BZÖ-Chef Gerald Grosz verurteilte den Vorfall und forderte gleichzeitig die FPÖ auf, für Deeskalation zu sorgen. "Wer Moscheen-Spiele sät, wird Bomben ernten. Die Steiermark ist trotz vieler Probleme - auch mit kriminellen Asylwerbern - ein friedliches Land und darf nicht weiter von Chaoten der FPÖ destabilisiert werden", so Grosz.
 

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