Bettel-Verbot vor den Geschäften gefordert

Wien

Bettel-Verbot vor den Geschäften gefordert

Betteln in Wien ist verboten, wenn es aufdringlich, aggressiv, gewerbsmäßig oder mit Kindern geschieht. Doch der FPÖ geht das nicht weit genug. „In Wien hat das Betteln unhaltbare Zustände angenommen“, behauptet FPÖ-Klubchef Johann Gudenus. Bis zu 6.000 Bettler würde es in Wien geben, die Mehrheit werde von kriminellen Organisationen aus Osteuropa nach Wien gebracht, so Gudenus, der sich dabei auf Polizeiangaben stützt.

Schutzzonen
Die FPÖ fordert daher die Schaffung von Schutzzonen, die etwa vor Schulen, in Stationen von öffentlichen Verkehrsmitteln, vor Einkaufszentren und generell in Einkaufsstraßen das Betteln untersagen.

Geschäftseinbußen
Der Obmann des Vereins der Kaufleute der Mariahilfer Straße, Walter Bachofner, kann der FPÖ-Forderung einiges abgewinnen: „Sitzt ein Bettler vor der Tür, sind die Geschäftseinbußen enorm.“ Die Grünen sind gegen jedes Bettel-Verbot und kritisieren die FPÖ-Ansage als „Armutszeugnis“.

„Betteln nicht nötig“. „Es muss in einer Stadt wie Wien, die für die Schaffung grüner Versorgungsposten – Rad- und Fußgeher-Beauftragte – Millionen zur Verfügung stellt, möglich sein, Bedürftigen Hilfe zu bieten“, so ÖVP-Gemeinderat Wolfgang Ulm, „doch organisierter Bettelei darf nicht geduldet werden.“

Autor: mic
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