Chinesen hacken Außenamt

Firewall durchbrochen

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Chinesen hacken Außenamt

Wien. Das österreichische Außenministerium ist Ziel eines Hacker-Angriffs geworden. Das bestätigte ein Sprecher des Außenamts gegenüber ÖSTERREICH. Der Vorfall sei Anfang September passiert. Bei der Attacke auf die Server wurde die „Firewall“ des Außenamts durchbrochen.

Außenministerien sind weltweit Ziel von Attacken
Durch einen technischen Schutzmechanismus wurde dabei ein interner Alarm ausgelöst, Gegenmaßnahmen konnten sofort ergriffen werden. Das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) wurde eingeschaltet. Die Täter seien an keinerlei Informationen gekommen, auch gebe es keine Hinweise, dass Daten bei der Attacke verloren gegangen sind.

„Wir waren technisch perfekt auf einen Angriff dieser Art vorbereitet“, so ein Beamter des Außenministeriums. Bereits seit einigen Monaten wurden verschiedene Regierungsstellen weltweit, darunter auch die Schweiz, Ziel von Attacken dieser Art. „Durch die enge Zusammenarbeit zwischen unseren Sicherheitsbehörden und den Stellen der betroffenen Ministerien wussten wir rechtzeitig, wie die 
Täter vorgehen“, so der Sprecher weiter.

Die Hacker gehen bei ihren Angriffen so vor, dass sie mit einer immer gleichen Funktionsweise „Trojaner“ in das Netzwerk der Regierungsstellen entsenden, die sich dann, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden, in die Computersysteme einschleichen.

Was die Herkunft der Hacker anbelangt, so glauben die Experten, dass es sich um chinesische Urheber handelt. Konkrete Beweise gebe es allerdings derzeit nicht.

Auch Google und der Dalai Lama gehackt
Nicht nur Regierungsstellen weltweit, auch einzelne Personen und wichtige Daten-Plattformen wurden heuer Ziele von Hacker-Angriffen. So wiesen Experten unter anderem Angriffe auf den E-Mail-Server im Büro des Dalai Lama nach, der heuer zum zweiten Mal Ziel einer Hacker-Attacke wurde.

Anfang des Jahres sorgte der sogenannte „Google-Hack“ für Aufregung, bei dem zwei chinesische Unis an einem Angriff auf den Server der US-Suchmaschine beteiligt gewesen sein sollen.

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