Internet-Krieg um Arigona

ÖSTERREICH exklusiv

© APA-FOTO: GEORG HOCHMUTH

Internet-Krieg um Arigona

Unzählige Österreicher wollen die drohende Abschiebung der 15-Jährigen im Juli 2008 doch noch verhindern und geben ihre Unterstützungsbekundungen für Arigona ab – so beispielsweise hier auf www.oe24.at, wo eine Unterschriftenliste für den Verbleib von Arigona in Österreich initiiert wurde. Im Netz finden sich drei weitere Homepages mit Tausenden Petitionen pro Arigona. Der Tenor: Innenminister Platter möge seine Entscheidung überdenken.

Doch es finden sich auch Unterschriftenlisten, die für eine Abschiebung von Arigona Zogaj plädieren.

Der Kampf um Arigona treibt im Internet auch seltsame Blüten: So tauchte unter www.arigona.at eine Seite auf: „Nach Kosovo gehe ich nur als Leiche!“, ist dort neben einem Bild des Mädchens zu lesen.

Dramatische Botschaft
Um die Botschaft noch dramatischer zu gestalten, haben die Macher der Seite den Auftritt mit einem weißen Kreuz mit der Aufschrift „Kosovo“ bebildert. Doch nur kurz nachdem die neue Homepage freigeschaltet wurde, wurde sie auch schon wieder geschlossen. Eines ist jedenfalls klar: „Die Seite hat mit Arigona nicht das Geringste zu tun. Dahinter stecken weder Arigona noch ihre Freunde“, erklärt ihr Betreuer, der Ungenacher Pfarrer Josef Friedl. Der Geistliche sieht die Selbstmorddrohung auf der kurzzeitig zugänglichen Homepage nicht als Hilfe für Arigonas Anliegen. Klar ist: Arigona will nicht aufgeben und weiter dafür kämpfen, dass sie in Österreich bleiben darf.

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