Langzeitmodell beim Kindergeld am beliebtesten

Drei Varianten

Langzeitmodell beim Kindergeld am beliebtesten

Demnach haben im ersten Quartal dieses Jahres insgesamt 5.646 frischgebackene Eltern Kinderbetreuungsgeld beantragt. Rund 70 Prozent (3.981) von ihnen haben sich für die lange Variante von 30 plus sechs Monaten entschieden. Rund 21 Prozent (1.212 Bezieher) wählten das mittlere Modell (20+4 Monate). Nur 453 (rund acht Prozent) beantragten die kurze Bezugsform von 15+3 Monaten.

Drei Varianten
Seit Anfang dieses Jahres gibt es die Möglichkeit zwischen drei verschiedenen Bezugsvarianten zu wählen. Eltern, die bereits vor Jahreswechsel Kindergeld bezogen haben, können noch bis Mitte des Jahres auf die neuen Angebote umsteigen. Erste Variante ist das Modell, das es bereits davor gab: 436 Euro monatlich über drei Jahre, davon 6 Monate der Partner (30+6). Zweite, neue Option: der Bezug von 800 Euro monatlich über 18 Monate, davon 3 Monate der Partner (15+3). Schließlich gibt es noch einen Mittelweg: 624 Euro monatlich über 24 Monate (davon vier der Partner). Insgesamt beziehen derzeit 166.168 Personen Kinderbetreuungsgeld. Bei Geburten bis zum Ende des Vorjahres sind laut Anfrage 4.856 Personen auf die mittlere Variante sowie 2.326 auf die Kurzzeitoption umgestiegen.

Weitere Rückforderungesbescheide
Kindergeldbezieher der Vorjahre werden indes immer öfter von der Vergangenheit eingeholt. So flattern Eltern, die die umstrittene Zuverdienstgrenze überschritten haben, weiterhin Rückforderungsbescheide ins Haus. Insgesamt 2.130 solcher Aufforderungen sind bereits versandt worden. Der Großteil davon - 1.803 - betrifft den Zuschuss zum Kindergeld. Diesen können besonders einkommensschwache Personen beantragen. Der Rest - 327 - bezieht sich auf das Kindergeld an sich.

Kdolsky will 2.840.222 Mio. Euro zurück
Insgesamt 2.840.222 Euro will Familienministerin Kdolsky von den Eltern für die Jahre 2002 und 2003 zurück haben. 613.557,26 Euro sind davon bereits einbezahlt worden. Viele der Betroffenen wehren sich aber auch gegen die Bescheide. Laut Anfrage haben bis dato 446 Personen gegen die Rückforderungen geklagt.

Kampagne kostete 880.000 Euro
Aufwendungen verzeichnen aber nicht nur die "Kindergeldsünder". Familienministerin Kdolsky hat für die Kampagne für das Kindergeld Neu insgesamt 880.000 Euro ausgegeben, wie aus der Anfrage ebenfalls hervorgeht. Diese Zahlen sorgen beim BZÖ für heftige Kritik. Einerseits kassiere die Ministerin mit den ungerechten Rückforderungen zum Kinderbetreuungsgeld ab, andererseits verprasse sie in einer Kampagne mehr Geld, als bisher überhaupt zurückgezahlt worden ist, meinte BZÖ-Familiensprecherin Ursula Haubner dazu: "Das ist ein Raubzug am Steuerzahler und an den Familien". Sie forderte erneut die ersatzlose Streichung der Zuverdienstgrenze.

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