Chaos-Tag für Schüler

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Lehrer-Streik legt Schulen lahm

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Mit rund zweistündigen Dienststellenversammlungen in den Randstunden haben am Donnerstag die Lehrer an den allgemeinbildenden höheren (AHS) und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) österreichweit gegen das geplante neue Lehrerdienstrecht protestiert. Weitere Protestmaßnahmen schließen die Lehrer nicht aus, zunächst sollen aber die Parlamentarier von ihren Anliegen überzeugt werden.

Diashow Dienststellenversammlung in der HTL Mödling

Lehrer protestieren gegen geplantes Dienstrecht

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Das Gesetz geht unterdessen seinen parlamentarischen Weg: Am 12. Dezember steht im Verfassungsausschuss ein Expertenhearing auf dem Programm, am 17. Dezember soll es beschlossen werden. "Es hängt jetzt nicht mehr von uns ab, wie die Bereitschaft vonseiten der Regierung ist, auf unsere Änderungswünsche einzugehen", betonte der Vorsitzende der BMHS-Gewerkschaft, Jürgen Rainer (FCG). "Wir müssen leider zur Kenntnis nehmen, dass der Zug unterwegs ist."

Fachfremder Unterricht als Protest
Die AHS-Lehrer wollen sich bei ihrem weiteren Vorgehen nicht in die Karten schauen lassen. Als "eine von vielen Möglichkeiten" käme "fachfremder Unterricht" über längere Zeit in Betracht. Damit würde die Gewerkschaft gleich einen ihrer Kritikpunkte am neuen Dienstrecht aufgreifen - nämlich dass Lehrer vorübergehend Fächer unterrichten könnten, für die sie nicht ausgebildet sind. Eine praktisch wortidente Regelung gibt es zwar bereits im bestehenden Dienstrecht, sie wird allerdings an höheren Schulen nicht angewandt. Mit der Neuregelung, wonach bereits Bachelorabsolventen unterrichten können sollen, könnte sich das nun ändern, fürchtet die Gewerkschaft.

Ob es an den BMHS weitere Protestmaßnahmen geben wird, ließ Rainer offen. "Ich warte jetzt noch auf das Feedback der Kollegen vor Ort. Und ich brauche auch Feedback aus der Politik."

Ihren Protest haben die Lehrer nicht nur in den Versammlungen kundgetan. In Salzburg veranstaltete die "Initiative für ein faires LehrerInnendienstrecht" einen Sternmarsch und eine Kundgebung auf der Staatsbrücke mit rund 1.000 bis 1.500 Teilnehmern. In Graz gab es einen Flashmob, wo Lehramtsstudenten öffentlich Hausübungen korrigierten. Auch in Wien findet am Abend ab 18.00 Uhr eine Demonstration statt.
 

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