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Niessl schließt Rot-Blau nicht aus

Vor Wahl

Niessl schließt Rot-Blau nicht aus

Im Burgenland ist nach den Landtagswahlen am 31. Mai eine rot-blaue Koalition keineswegs ausgeschlossen. Im Interview mit ÖSTERREICH (Montagsausgabe) erklärt Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ), keine Landtagspartei ausschließen zu wollen. "Wir werden zuerst mit der zweitstärksten Partei Sondierungsgespräche haben, dann mit der drittstärksten und so weiter." Ob dann eine SPÖ-FPÖ-Koalition möglich sei? Niessl: "Wir haben eine große Mitgliederbefragung gemacht und gefragt, ob wir mit allen Parteien Koalitionsgespräche führen sollen. 89 % sagen: Ja, mit allen. Ein klarer Auftrag, dass wir auch mit der FPÖ Gespräche führen werden."

Auf Bundesebene lehnt SPÖ-Chef Kanzler Werner Faymann eine Koalition mit der FPÖ ja vehement ab. Niessl dazu: "Das respektiere ich für die Bundesebene auch - wie er es respektiert, dass die Burgenländer sich wünschen, dass wir mit allen Parteien reden."

Niessl will bei der Landtagswahl zumindest wieder 18 Mandate erreichen: "Wir wollen ganz einfach klare Verhältnisse. Die SPÖ hat jetzt 18 Mandate. Dieses Ergebnis, das keine Mehrheit gegen uns zulässt, streben wir an. Es ist Ziel des LH-Stellvertreters (Franz Steindl, VP), davon abzugehen, dass die stärkste Partei den Landeshauptmann stellt. Deshalb brauchen wir 18 Mandate - damit man sich nicht hinter dem Rücken der Wähler vorbeitricksen kann."
 

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