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ORF-Stars: Streit um Wrabetz-Sparpaket

60 Mio.-Defizit

 

ORF-Stars: Streit um Wrabetz-Sparpaket

Es sind prominente Namen, die den Forderungskatalog der Initiative SOS-ORF zieren: Von Kampusch-Interviewer Christoph Feuerstein, Club2-Chef Lorenz Gallmetzer und Kulturlady Barbara Rett bis hin zu ZIB-Anchorman Armin Wolf reicht die Liste der Unterzeichner. Sie wehren sich gegen politische Einflussnahme auf die Berichterstattung. Doch ein wichtiger Name fehlt: Danielle Spera, ihres Zeichens immerhin Redakteurssprecherin.

Verstimmt
„Wir haben am 27. März im Redakteursausschuss – das ist das Treffen aller Redakteurssprecher des ORF – alle unsere Forderungen gesammelt und veröffentlicht. Derzeit sehen wir keinen neuen Handlungsbedarf, da es noch keinen aktuellen Entwurf für ein neues ORF-Gesetzes gibt“, begründet Spera gegenüber ÖSTERREICH, warum sie sich nicht in die Plattform einreiht. Bei ihrer Zurückhaltung dürfte es jedoch auch um die Zusammenarbeit von SOS-ORF mit der von Zeitungsherausgebern initiierten Plattform Rettet den ORF gehen. Denn eine der Forderungen der Printmedien lautet: „Rückführung des Personalstandes auf höchstens den Stand vor dem Massenengagement“ – gemeint ist die Anstellung der vielen Freien Mitarbeiter. Spera sagt dazu nur: „Wir können uns nicht allen Forderungen der Plattform „Rettet den ORF“ anschließen.“ Der Redaktionsausschuss verwehrt sich naturgemäß gegen drastische Personaleinsparungen.

60-Millionen-Defizit droht
Angesichts der Finanzlage des ORF wird die Debatte jedenfalls immer brisanter: Laut dem Magazin Trend sind die Werbeeinnahmen schon wieder unter dem Plan, womit das Defizit heuer 60 statt 39 Millionen Euro beragen könnte. Schon heute wird ORF-General Alexander Wrabetz sein überarbeitetes Finanzkonzept dem Stiftungsrat vorlegen.

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