Pilz zitiert Darabos ins Parlament

Ärger um Bundesheer

© Kernmayer

Pilz zitiert Darabos ins Parlament

Wenn SPÖ-Verteidigungs- und Sportminister Norbert Darabos in Vancouver – mit 9 Stunden Zeitverzögerung – erwacht, warten die politischen Hiobsbotschaften. Zunächst erschienen Tag für Tag neue Berichte über veraltete Kasernen, Panzer oder Flugzeuge. Und am Mittwoch platzte noch der ÖSTERREICH-Bericht über zwei verheimlichte Bruchlandungen der neuen Eurofighter in die Olympia-Medaillenfeiern.

Dann noch das: Grünen-Sicherheitssprecher Peter Pilz kündigt im ÖSTERREICH-Gespräch für die Parlamentssitzung in der kommenden Woche einen Misstrauensantrag an. Zuvor hatte es Darabos abgelehnt, seinen Vancouver-Aufenthalt abzukürzen und zu einer parlamentarischen Aussprache zu eilen.

FPÖ: Weg mit dem Sport
„So kann das nicht mehr weitergehen. Der Minister ist rücktrittsreif. Das Geld wird bei einem Assistenzeinsatz hinausgeworfen, währenddessen vegetieren Grundwehrdiener in abbruchreifen Kasernen vor sich hin“, wettert Pilz. Und FPÖ-Wehrsprecher Peter Fichtenbauer will Darabos die Sportagenden entziehen, damit „der Minister mehr Zeit für die Verteidigung hat. Ich glaube, das wäre dringend nötig.“

Darabos selbst ließ am Mittwoch seinen Generalstabschef Edmund Entacher gegen die „Dichtungen“ ausrücken. Der ersuchte „alle Beteiligten“, „zur Sachlichkeit zurückzukehren“ und kritisierte die „vielen unwahren Behauptungen und irreführenden Darstellungen“ über den Zustand des Bundesheeres. „Das Heer ist kein Schrottplatz. Diese Darstellung ist falsch“, so der Generalstabschef.

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