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Schopf erhält Prammer-Mandat

Nachfolge geregeöt

Schopf erhält Prammer-Mandat

Das nach dem Tod von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer freigewordene oö. SPÖ-Mandat geht an Walter Schopf (57). Das hat der Landesparteivorstand am Freitag nach einer Sitzung bekannt gegeben. Der Gewerkschafter Schopf hat sich damit gegen die als Partei-Rebellin geltende Vorsitzende der oö. SPÖ-Frauen, Sonja Ablinger (48), durchgesetzt. Beide sind früher schon im Nationalrat gesessen.

Ablinger ist "wenig überrascht", aber enttäuscht
Die unterlegene Ablinger zeigte sich in einer ersten Reaktion "wenig überrascht" von dem Abstimmungsergebnis. Ihre Rolle in der Partei mit Kritikern aus den eigenen Reihen habe möglicherweise eine Rolle dabei gespielt, sagte sie vor Journalisten. Ablinger sprach von einem "klaren Signal an die Frauenorganisation": Man habe eine Quotenregelung beschlossen, die offenbar "situationselastisch" sei. Ob die SPÖ noch ihr Partei sei? "Ja, ich bin Sozialdemokratin", betonte Ablinger, die Enttäuschung war ihr dennoch deutlich anzusehen. Es gelte nun, die Entscheidung im Landesfrauenvorstand zu analysieren und zu diskutieren. Ablinger verwies darauf, dass sechs der acht oö. SPÖ-Mandate jetzt von Männern besetzt seien.

Frauenministerin Heinisch-Hosek nicht zufrieden
SPÖ-Frauenvorsitzende und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek ist wenig begeistert davon, dass Walter Schopf das Nationalratsmandat der verstorbenen Barbara Prammer bekommt und nicht die gleich hinter ihm auf der Liste stehende Sonja Ablinger. Sie hätte sich ein anderes Ergebnis gewünscht. "Ich nehme die Entscheidung der SPÖ OÖ zur Kenntnis", erklärte die Ministerin in einer schriftlichen Stellungnahme. Es sei aber kein Geheimnis, "dass ich mir als Frauenvorsitzende ein anderes Ergebnis gewünscht hätte". Als Frauenvorsitzende "kann ich nicht zufrieden sein, dass sich die Frauenquote nach unten bewegt".

Laut Wahlordnung stehe Schopf das Mandat zu, stellte Heinisch-Hosek in der Stellungnahme fest. Am Donnerstag hatte sie in einem Interview noch darauf hingewiesen, dass das Parteistatut die Einhaltung der Frauenquote auch bei Nachbesetzungen gebiete.


 

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