11. September 2012 11:10
Das neue Schuljahr hat gerade erst begonnen, schon droht Österreichs Lehrern die erste öffentliche „Watschen“.
Der Grund: Heute um 11 Uhr präsentierte die OECD in Berlin, Brüssel und Madrid offiziell ihre Studie „Bildung auf einen Blick 2012“. Darin wird erneut belegt, dass Österreichs Lehrer im Vergleich mit ihren Berufskollegen in anderen OECD-Ländern kürzer in der Klasse stehen, gleichzeitig aber mehr verdienen.
Einzig Österreichs Volksschullehrer unterrichten mit 779 Stunden pro Jahr etwa so viel wie ihre Berufskollegen im OECD-Schnitt (782 Stunden). Pädagogen in der Sekundarstufe I (Hauptschule, AHS-Unterstufe, Neue Mittelschule) und Sekundarstufe II (AHS-Oberstufe; berufsbildende mittlere und höhere Schule, BMHS) kommen unterdessen mit 607 bzw. 589 Stunden pro Jahr auf deutlich weniger Unterricht in der Klasse als Lehrer im OECD-Schnitt (704 bzw. 658 Stunden pro Jahr).
Beim Einkommen (exklusive Zulagen) haben Österreichs Lehrer unterdessen die Nase vorne: Die Einkommen sind bereits zu Berufsbeginn in allen Lehrergruppen höher als im OECD-Vergleich. In Österreich verdienen Lehrer in der Volksschule beim Einstieg rund 30.800 US-Dollar Jahresgehalt (kaufkraftbereinigt), im OECD-Schnitt sind es knapp 28.500 Dollar. Lehrer der Sekundarstufe I starten mit 32.200 Dollar (OECD-Schnitt: 29.800), Lehrer der Sekundarstufe II mit 32.700 Dollar (OECD-Schnitt 30.900).
Ebenfalls überdurchschnittlich fällt bei Österreichs Lehrern die Gehaltssteigerung aus: Nach 15 Berufsjahren liegt das Einkommen 2.300 bis 4.800 Dollar über dem OECD-Schnitt. Zum Ende ihrer Laufbahn verdienen heimische Lehrer mit knapp 61.000 Dollar (Volksschule) bzw. 63.400 (Sekundarstufe I) und 66.500 Dollar (Sekundarstufe II) etwa das Doppelte ihres Einstiegsgehalts. Im OECD-Schnitt sind es rund 160 Prozent.
Die renommierte Studie durchleuchtet anhand von 300 Faktoren Österreichs Bildungssystem im Vergleich zu anderen OECD-Staaten – auf 688 Seiten geht es um Ausgaben für Bildung, Gehälter für Lehrer oder die Anzahl der Stunden von Lehrern in der Klasse.
Für Bildungsministerin Claudia Schmied (SPÖ) kommen die erschreckenden Zahlen gerade recht. In den Verhandlungen zum Lehrer-Dienstrecht tritt sie dafür ein, dass Lehrer mehr arbeiten und 24 Stunden pro Woche in der Klasse stehen.
Wir sind auf einem guten Weg, aber noch nicht am Ziel", resümierte Schmied die Ergebnisse der Studie. "Die Aufholjagd im Bildungsbereich hat begonnen", so Schmied bei einer Pressekonferenz am Dienstag. Nun gelte es, hartnäckig und unbeirrbar weiterzuarbeiten und den etwa mit Bildungsstandards, der neuen Oberstufe und Matura sowie mehr Ganztagsangeboten eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen und sich "nicht beirren zu lassen von Zwischenrufen oberhalb und unterhalb der Gürtellinie".
Androsch: "Reform ist überfällig"
ÖSTERREICH: Herr Androsch, als Initiator des Bildungs-Volksbegehrens: Österreich soll sich in der neuen OECD-Studie nicht verbessert haben. Überrascht Sie das?
Hannes Androsch: Das überrascht mich nicht. Die Blockaden sind nicht zu Fall gebracht. Eine Reform ist eigentlich längst überfällig. Ich schätze die Bemühungen der Bildungsministerin Schmied, aber man kann nicht noch bis zur nächsten Regierung warten.
ÖSTERREICH: Was muss jetzt im Bildungssystem passieren?
Androsch: Es bewegt sich ja jetzt einiges, siehe die Ankündigung von Günther Platter in Tirol. Langsam bröckeln die Fronten. An sich müssen Lehrer viel mehr Stunden in der Klasse stehen, Junglehrer gehören besser bezahlt, und alle Lehrer brauchen eine akademische Ausbildung.
Also ich will unsere Polit Versager sicher nicht verteidigen aber 4 Monate Ferien und ein Ganztagsgehalt für einen Halbtagsjob, da sind unsere Lehrer wirklich einsam an der Spitze!
Und was das Posting von " zensur 21 (GAST) meint am 11.09.2012 13:14:58"
Hier sieht man was so ein stinkfauler Parteibuchhengst so von sich gibt. Und was das angebliche Studium betrifft, ich kenne da Lehrer die haben gerade mal einen 3 Jahreskurs gemacht und sind jetzt, dank ihres schwarzen Parteibuchs, als Lehrer tätig, also bitte: nicht die Leute für dumm verkaufen sondern bei der Wahrheit bleiben!
Und warum nicht jeder Lehrer wird ist auch klar: weil nicht jeder so stinkfaul ist!
Tolles Posting und jeder Demokrat sollte solche Ansichten unterstützen!
Wenn das so ist, warum macht ihr ihn dann nicht, ihr Deppen? Klar, als Schulabbrecher kann man nicht Lehrer werden. Man braucht zuerst Matura, da fällt die Unterschicht mal raus. Und dann muss man ein Studium, MEISTENS aber ZWEI!!! Studien abschließen. Dann ist man 24, hat Studiengebühren bezahlt und kann jetzt endlich beginnen, Geld zu verdienen.
Ansonsten:
Den Rest Österreichs interessiert es langsam nicht mehr was die Unterschicht (FPÖ Wähler) denkt - es ist einfach letztklassig immer auf Minderheiten zu dreschen um sich besser zu fühlen.
Wie weit es Strache mit seiner Hetzerei gegen andere Parteien gebracht hat sieht man ja (Morddrohungen gegen Fischer: und sowas ist ernst zu nehmen) - geben wir dieser Randgruppe bitte nicht die Chance und die Plattform ihr Gedankengut zu verbreiten. Bis einer von ihnen wirklich einmal auszuckt...............und dann sind wieder die Linken schuld.
Gebt der FPÖ keine Stimme - nicht auf dem Wahlzettel und in keinem Medium! Wenn unsere Regierung schon zu schwach ist sich eindeutig von dieser Partei zu distanzieren dann sind wir Bürger aufgerufen.
Und das hat nichts mit Demokratieverweigerung zu tun - ein solches Gedankengut wie es die FPÖ immer wieder - absichtlich oder unabsichtlich - verbreitet gehört schlicht und einfach verboten.
Bin Parteilos und habe Anstand.
will uns das die Lehrergewerkschaft auftischen.
Eine Reform wurde bis dato nur bei der roten Exekutive in Österreich unter Schüssel/Strasser vollzogen - mit dem Erfolg, dass bei den nächsten Personalvertretungswahlen (2013) die AUF stark zulegen wird und die Polizei mit ziemlicher Sicherheit BLAU werden wird.
Ist ja auch kein Wunder, diente diese Reform nur dem alleinigen Zweck um ROT rauszuschießen und SCHWARZ zu etablieren.
Nur ein Detail: Polizeibeamte werden dazu verhalten (Weisung), mehrere gerichtlich strafbare Handlungen unter einer Aktenzahl zusammenzufassen - das wird dann in der Statistik nur als 1 (ein) Delikt erfasst.
Das Beamtentum in Österreich - vor allem die Führungsstruktur - hat bereits griechische Verhältnisse erreicht und das böse Erwachen wird kommen - wetten?
Lehrer müssten verpflichtet werden, den ganzen Tag in der Schule anwesend zu sein, die Nachmittagsbetreuung der Kinder zu übernehmen und bei Lernschwierigkeiten helfen. Aber da schneiden sie sich ins eigene Fleisch, da die lukrativen und nicht versteuerten Nachhilfestunden wegfallen würden. Und bis jetzt hat es von offizieller Seite noch immer keine Stellungnahme gegeben, dass Landes- und Bundesbedienstete in großem Stil an der Steuer vorbei arbeiten. Immerhin geht es da, wenn die Medienberichte stimmen, um ca. 130 Mio Euro jährlich.
Daher: 40 Stunden Anwesenheitspflicht in den Schulen, 5 Wochen Jahresurlaub - die restlichen Ferienwochen verpflichtende Kinderbetreuung in geeigneten Einrichtungen, da die Eltern arbeiten müssen und die Unterbringung der Kinder in den Ferienwochen Familien vor große Probleme stellt.