Wien-Wahl

"Wien Anders" will Cannabis legalisieren

Das nach eigenen Angaben "bunte" Bündnis aus u.a. Piraten und der KPÖ "Wien Anders" (ANDAS) wird einen ebensolchen Wahlkampf führen: Auf die Plakate, die am Samstag beim Wahlkampfauftakt am Volksstimmefest im Wiener Prater präsentiert wurden, schafften es das bereits von den großen Parteien beackerte Thema Wohnen, die Forderung nach der Legalisierung von Cannabis und ein Pinguin.

Insgesamt wird es fünf Sujets unter dem Überthema "Wir können auch andas" geben: "Es ist genug Wien für alle da!", heißt es etwa auf jenem, das Spitzenkandidatin Juliana Okropiridse zeigt. Der Slogan "Wohnen darf keine Ware sein" positioniert das Bündnis hingegen in einem Thema, das vor allem von den Regierungsparteien rot und grün bereits stark besetzt ist. Eher einzigartig ist indes diese Forderung: Mit "Lieber Ofen rauchen statt Koma saufen" vor Hanfblättern spricht sich "Wien Anders" für die Legalisierung von Cannabis aus.

Einen Überblick über die "anderen" Positionen verschafft schließlich ein Plakat, das einen Abreißzettel mit "Nimm dir was du brauchst" und Abschnitten zu "Arbeit", "Pflege", "Bildung" oder "Gratis-Öffis" zeigt. Auch das Augenzwinkern kommt nicht zu kurz: "Einen Pinguin für jeden Haushalt!" fordert das fünfte Sujet. Erst der Übertitel löst das Rätsel auf: "Verlogene Wahlversprechen können wir auch", heißt es da.

Zum Wahlkampfauftakt setzte man auch schon auf eine ordentliche Portion Aktionismus: In der Nacht von Freitag auf Samstag erklomm ein Aktivist das Wiener Rathaus und entrollte ein Transparent mit dem "Wien Anders"-Logo auf dem Gebäude. Man lasse sich nicht mehr an den offiziellen Eingangstüren "einfach abweisen", hieß es in einem Statement der Spitzenkandidatin.

"Wien Anders" wird sowohl wienweit auf Gemeinderatsebene, als auch bei den Bezirksvertretungswahlen in allen 23 Bezirken antreten. Den Samstag nutzt man auch, um die Kandidaten vorzustellen. Als bunte Spitze fungiert Juliana Okropiridse, die eigentlich von den Piraten kommt. An zweiter Stelle steht KPÖ-Urgestein Didi Zach. Auf dem dritten Listenplatz findet sich Ulli Fuchs von der Plattform der Unabhängigen. Danach folgen u.a. Keivan Amiri, der den Taxler-Boykott gegen den Akademikerball initiiert hat oder Clemens Wallishauser, ehemaliger österreichischer Squash-Meister, der aufgrund von Dopings mit Cannabis 2004 lebenslang gesperrt wurde.

 

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