"> Der Protest gegen den Uni-Protest wächst
Der Protest gegen den Uni-Protest wächst

Nach 13 Tagen

Der Protest gegen den Uni-Protest wächst

Der Protest gegen die Studentenproteste, bei denen Hörsäle an allen Universitätsstandorten Österreichs besetzt wurden, nimmt zu: Im Internet haben sich mittlerweile rund 20.100 Nutzer des Netzwerks Facebook der Gruppe "Studieren statt Blockieren" angeschlossen, die Gruppe der Audimax-Besetzer hält bei rund 25.200 Fans. Studenten der Uni Innsbruck haben sich über Facebook zusammengetan, um am Dienstagabend einen seit sechs Tagen besetzten Hörsaal in der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät (Sowi) per Plenumsbeschluss zu räumen.

Mehr Schaden als Nutzen
Die Besetzungen würden anderen Studenten schaden, weil Vorlesungen ausfielen. Zudem hätten manche Forderungen wenig mit Unipolitik, sondern mit gesamtgesellschaftlichen Fragen zu tun. "Man muss sich auf das Wesentliche beschränken, sonst kommt man mit den unispezifischen Forderungen nicht mehr durch", begründet Johannes Bauer den Widerstand. Derzeit ist er noch Sprecher von "Studieren statt Blockieren". Er und rund zehn weitere Personen wollen sich allerdings wegen der vielen "niveau- und belanglosen" Forenbeiträge, die Bauer auf den "etwas radikalen Namen" der Gruppe zurückführt, abspalten.

Die Forderungen des Audimaxplenums kritisiert Bauer als "in ihrer Gesamtheit sehr schwer realisierbar": Den Wunsch nach mehr Geld könne die öffentliche Hand ohne Beschränkungen nicht erfüllen. Bauer ist auch nicht gegen eine Wiedereinführung von Studiengebühren, wenn gleichzeitig die Unis mehr Geld bekommen und das Stipendien- und Befreiungssystem verbessert wird.

Eine relativ kleine Facebookgruppe mit rund 200 Mitgliedern stellt sich zwar hinter die Audimaxbesetzung, fordert allerdings eine "Rückbesinnung auf studentische Forderungen ohne ideologischen Beigeschmack". Derzeit werde der Protest nämlich "von unzähligen marxistischen Sekten dazu missbraucht, sich zu profilieren", heißt es auf der Seite von "Ideologie - Raus aus dem Audimax!".

"Gebt die Sowi-Aula frei!" will sich durch die geplanten Räumung des Hörsaals der Uni Innsbruck gegen eine Instrumentalisierung "von einer kleinen, wenn auch lautstarken Gruppe, die nicht die Interessen der Studierenden, sondern nur ihre ewiggestrige Ideologie vertritt", wehren. Bisher haben 250 Facebook-Nutzer ihre Teilnahme um 18 Uhr angekündigt, "falls die Besetzer wirklich so basisdemokratisch sind, werden sie der Mehrheitsentscheidung nachgeben".

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