ÖVP holt sich Josefstadt zurück

So wählten die Bezirke

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ÖVP holt sich Josefstadt zurück

Ähnliche tektonische Verschiebungen wie bei der Gemeinderats- und Landtagswahl haben sich auch bei den Wiener Bezirksvertretungswahlen ergeben: Die ÖVP verlor überraschend die Wieden an die SPÖ, gewann im Gegenzug dafür von den Grünen die Josefstadt zurück. Die Ökopartei wurde somit auf einen einzigen Bezirksvorsteher reduziert: Das grüne Aushängeschild Thomas Blimlinger in Neubau, der gegen den Parteitrend sogar zulegen konnte.

17 rote Bezirke
Die ÖVP stellt mit der City, der Josefstadt, Hietzing, Währing und Döbling weiterhin fünf Bezirksvorsteher. Die übrigen 17 kommen von der SPÖ. Unter der Riege der sozialdemokratischen Vorsteher konnte allerdings nur eine zulegen: In Mariahilf freut sich SPÖ-Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann über 1,85 Prozentpunkte Zuwachs auf 37,40 Prozent.

Minus für Stenzel
Bei der ÖVP musste in der Inneren Stadt Vorsteherin Ursula Stenzel (V) zwar einen Verlust von 7,16 Prozentpunkten hinnehmen, blieb mit 36,16 Prozent aber klar an der Spitze. Es folgen ebenfalls mit Verlusten auf Platz 2 die SPÖ (24,45 Prozent) und die Grünen, die immerhin um 0,17 Prozentpunkte auf 18,47 Prozent zulegen konnten. Ähnlich die Lage in Währing: Zwar konnten die Konservativen hier ihren Bezirksvorsteher verteidigen - aber es wurde doch einigermaßen knapp. Die ÖVP kam mit einem Minus von 4,81 Prozentpunkten noch auf 30,04 Prozent, gefolgt von der SPÖ mit ebenfalls einem Minus (2,48 Prozentpunkte) und 27,92 Prozent sowie den Grünen, die um 1,47 Prozentpunkte auf 24,54 Prozent zulegen konnten.

FPÖ stark in Arbeiterbezirken
Die FPÖ konnte deutliche Zuwächse genau in jenen Bezirken verzeichnen, in denen die Partei auch bei der Gemeinderatswahl stark waren: den sogenannten Arbeiterbezirken. In Simmering hatte die SPÖ einen Verlust von 12,39 Prozentpunkten auf 48,26 Prozent zu beklagen, während die Freiheitlichen satte 17,86 Prozentpunkte Zuwachs auf 36,02 Prozent feiern konnten - das beste FPÖ-Bezirksergebnis. Ähnlich das Bild auch in Favoriten und Floridsdorf, Meidling und Liesing oder auch der Donaustadt und der Brigittenau. Von der Chance, einen Bezirksvorsteher zu stellen, sind die Freiheitlichen allerdings weit entfernt.

In der Gesamtheit über 23 Bezirke betrachtet ist die SPÖ mit 41,6 Prozent gesehen zwar weiter stimmenstärkste Partei, büßte aber 6,1 Prozentpunkte gegenüber 2005 ein. Die FPÖ erreichte ebenso wie auf Landesebene Platz zwei, sie gewann insgesamt 11,4 Prozentpunkte und landete bei 25,2 Prozent. Grüne (14 Prozent, minus 1,7 Prozentpunkte) und ÖVP (14,8 Prozent, minus 4,03 Prozentpunkte) liefern sich quasi ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Mandate veröffentlichte die Landeswahlbehörde am Sonntag nicht.

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