13. September 2012 21:38

Wolfgang Fellner 

Das sagt Österreich

Wer rettet den U-Ausschuss vor seinem Ende?

Das sagt  Österreich
© TZ ÖSTERREICH

Peinlich. Der U-Ausschuss, von ­ÖSTERREICH vehement gefordert, hat hervorragend begonnen – in kurzer Zeit wurde dort die unfassbare Korruption der Regierung Schüssel aufgezeigt. Sitzung für Sitzung gab es neue Details, wie unverfroren staatsnahe Betriebe sich die Politik gekauft und wie schamlos zahlreiche Minister und Politiker dafür Geld kassiert haben.

Seit diesem Erfolg wird der U-Ausschuss zum Ärgernis. Angeführt vom Polit-Clown Peter Pilz, wurde die so wichtige Aufklärung der Korruptionsfälle in diesem Land umgewandelt in ein peinliches und kon­traproduktives parteipolitisches Hickhack. Statt endlich die Millionen-Zahlungen rund um Eurofighter, Telekom, Graf Ali aufzuklären, wechselt nun jeder nur noch politisches Kleingeld.

Grün-Omi
Der völlig überforderten Grün-Oma Gabi Moser ist die Ausschussführung mittlerweile komplett entglitten. Sie fährt dieses für unsere Demokratie so wichtige Gremium mit unglaublicher Unfähigkeit gegen die Wand.

SPÖ, ÖVP, FPÖ und BZÖ haben mittlerweile Furcht vor der eigenen Courage bekommen – und würden die lästige Aufklärung ihrer korrupten Vergangenheit am liebsten beenden. Das Moser-Chaos ist für sie eine willkommene Ausrede.

Moser muss abtreten, Glawischnig soll den Vorsitz übernehmen
Und wenn der angebliche „Ober-Aufklärer“ Peter Pilz den U-Ausschuss für so unwichtig hält, dass er gestern mitten in der entscheidenden Sitzung aufsteht und – nach unglaublichen zehn Wochen Parlamentsferien – in den Urlaub nach Griechenland abrauscht, dann darf sich auch niemand mehr wundern, dass die Wähler auf alle Parteien sauer sind.

Eitelkeit. Derzeit gibt es nur mehr eine Chance: Die grüne Vorsitzende Moser stellt ihre Eitelkeit beiseite, tritt ab – und ihre unbestritten integre Parteichefin Glawischnig übernimmt den Vorsitz persönlich. Das könnte das Image der Grünen, aber auch den wichtigen U-Ausschuss in letzter Sekunde noch retten.

Meinung an: wolfgangfellner@oe24




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3 Postings
napoleon meint am 15.09.2012 15:09:34 ANTWORTEN >
Retten kann man nur das, was schon verloren ist.
Man sollte den Ethikrat der ÖVP ernst nehmen, und die Vorschläge die dort vorliegen, in eine gesetzesform bringen.
ottone55 meint am 15.09.2012 08:04:38 ANTWORTEN >
In Kärnten haben 19 Richter sich für befangen erklärt,mehr haben wir wahrscheinlich nicht,der x U-Ausschuß wird abgewürgt,die Abgeordneten Kopfnicker,dumm und unfähig,keine Eier in der Hose.Es ist an der Zeit gegen diesen Sumpf härter vorzugehen,die Justiz will nicht aber irgend jemand muß es tun,"oder" wie lange dürfen die uns ungestraft belügen,betrügen und für Vollidioten halten.Österreicher wacht auf,jagen wir sie endlich aus unseren Tempel,sie verpesten unser Land.
napoleon meint am 15.09.2012 01:30:32 ANTWORTEN >
Wieso?
Was ist zu retten?
jedes Mitglied sollte einmal die Frage beantworten, was sein Beitrag in diesen Ausschuß ist, damit dieser posetive Ergebnisse zeigt.
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