Erster Blick ins neue Sofitel

Außergewöhnliche Architektur

© Pauty

Erster Blick ins neue Sofitel

Wien hat eine Nobelherberge mehr: Das Sofitel am Donaukanal öffnet die Türen für die ersten Gäste. Bisher wurde die Ausstattung des neuen 5-Sterne-Hauses wie ein Staatsgeheimnis gehütet. Jetzt gibt es die ersten Bilder. Das vom französischen Architekten Jean Nouvel designte "Sofitel Vienna Stephansdom" kann sich echt sehen lassen.

Diashow So schön ist das neue Sofitel
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Hereinspaziert ins neue Sofitel in Wien.

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Der von Jean Nouvel konzipierte Tower ist ein wahres Meisterwerk.

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Aus dem 18. Stockwerk...

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...ist Traumausblick garantiert.

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Der 5-Sterne-Deluxe-Bau wird von der französischen Gruppe Accor betrieben. Nouvel verantwortete nicht nur die Architektur, sondern auch das Interieur: Er konzipierte auch die Einrichtung der 182 Zimmern und Suiten, die zwischen 250 und 3.000 Euro pro Nacht kosten. Weithin sichtbar ist der Bau wegen seiner bunten Lichtdecke im Panoramarestaurant im 18. Stock, die von der Schweizer Künstlerin Pipilotti Rist gestaltet wurde.

"Dialog mit historischer Stadt"
"Es war mir wichtig, die Stadt zu bereichern", erklärte Nouvel in einer Pressekonferenz anlässlich der Eröffnung der Luxusherberge. Gemäß seiner Devise des "kontextuellen Bauens" beschäftigt sich der Franzose bei seinen Kreationen eingehend mit der umgebenden Struktur - so auch in Wien: "Ich wollte einen Dialog mit der historischen Stadt schaffen."

Licht spielt große Rolle

Der imposante Bau ragt am Donaukanal wie eine Skulptur in 75 Meter Höhe. Dabei neigt sich das Haus dem gegenüberliegenden Media-Tower mit seinem charakteristisch gekippten Winkel entgegen. Die beiden Türme sollen so ein neues, architektonisches Tor zur Leopoldstadt bilden. In Nouvels Arbeit spielte auch das Licht beziehungsweise dessen Reflexionen eine wichtige Rolle. Die Fassaden haben je nach Himmelsrichtung eine andere monochrome Farbe: grau im Süden, schwarz im Westen, weiß im Norden und transparent im Osten.

Interieur von Nouvel
Die Zimmer stellen eine Fortsetzung der Fassade dar, das Interieur stammte ebenfalls von Nouvel: "Für mich endet die Architektur nicht an der Fassade", so der Franzose. Es gibt drei Zimmertypen, die jeweils komplett in einer Farbe gehalten wurden: weiße Räume im Norden, graue im Süden und drei schwarze Räume im Westen. Die Ausstattung ist puristisch im Design. An den Wänden hängen keine Bilder - vielmehr dienen die Fenster als solche, mit dem Ausblick auf Wien als Motiv.

"Le Loft"
Im letzten Stock befindet sich das luxuriöse Panoramarestaurant "Le Loft" mit einem Rundum-Blick auf Wien. Für das Küchenkonzept ist der Elsässer 3-Hauben-Koch Antoine Westermann verantwortlich.

Bei der Gestaltung des Baus arbeitete Nouvel mit mehreren Künstlern zusammen: So schuf Pipilotti Rist bunte Lichtdecken im Hoteleingang und im Foyer, im Wintergarten und im Restaurant. Die farbigen Werke sollen einen Kontrast zu den dominierenden Tönen schwarz, weiß und grau bilden, heißt es. Mit einer "grünen Wand" fand auch ein Stück Natur Platz im Hotel. Der französische Künstler Patrick Blanc schuf auf einer Stahlkonstruktion vor einer benachbarten Feuerwand einen vertikalen Garten. Für die künstlerische Gestaltung der Hotelzimmer waren die Franzosen Alain Bony und Henri Laboile verantwortlich: Sie verschönerten die Wände dezent, unter anderem mit Texten.

Mitte März 2011 sei die "große Eröffnung" geplant. Bereits im vollen Betrieb ist das Design-Kaufhaus "Stilwerk", das in den ersten vier Etagen des Baus Wohnwaren und Lifestyle-Accessoires anbietet.
 

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