10 Terrorverdächtige verhaftet

Terrorfahndung

10 Terrorverdächtige verhaftet

Bei Anti-Terror-Razzien in Belgien, den Niederlanden und Deutschland sind nach Angaben der belgischen Staatsanwaltschaft am Dienstag zehn Verdächtige festgenommen worden. Ihnen werde vorgeworfen, einen möglichen Anschlag in Belgien geplant zu haben, hieß es in Brüssel. Meldungen, wonach es auch in Österreich Festnahmen und Hausdurchsuchungen gegeben habe, wurden vom Innenministerium dementiert.

Aus den Niederlanden verlautete, die Festnahmen stünden nicht in Zusammenhang mit den jüngsten Warnungen wegen eines Terroranschlags in Deutschland. Bei den Einsätzen am Morgen wurden zehn Wohnungen durchsucht, wie die belgische Staatsanwaltschaft weiter mitteilte. Außerdem sollen Verdächtige als mutmaßliche Anwerber für eine angebliche tschetschenische Terrororganisation aktiv sein.

Die niederländische Staatsanwaltschaft erklärte, auf ein Gesuch der belgischen Behörden hin seien drei Männer im Alter von 25, 26, und 28 Jahren in Amsterdam festgenommen worden. Sie werden demnach verdächtigt, in den internationalen Terrorismus verwickelt zu sein. Nach Behördenangaben beantragte Belgien ihre Auslieferung. Weitere Verdächtige seien in Belgien, Deutschland und Österreich aufgegriffen worden. Dies wurde vom Sprecher des Innenministeriums, Rudolf Gollia, in Abrede gestellt.

Eine Sprecherin des Nationalen Koordinators für Terrorismusbekämpfung in den Niederlanden sagte der Nachrichtenagentur AP in einem Telefoninterview, zwischen den Festnahmen und der Sorge vor einem Anschlag in der Bundesrepublik bestehe kein Zusammenhang. Der deutsche Innenminister Thomas de Maizière hatte in den vergangenen Tagen verstärkt vor Terroranschlägen in Deutschland gewarnt.

Die Festgenommenen mit belgischer, niederländischer, marokkanischer und russischer Staatsangehörigkeit hatten nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch kein Anschlagsziel in Belgien festgelegt. Die Ermittlungen hatten bereits Ende 2009 begonnen, als die Polizei Informationen über Anschlagspläne eines jungen Marokkaners erhielt. Bei den Ermittlungen hätten sich dann Hinweise auf ein Netz von "Jihadisten" ergeben.
 

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