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43 Studenten in Mexiko vermisst

Seit einem Jahr

43 Studenten in Mexiko vermisst

Mehr als ein Jahr nach dem mutmaßlichen Mord an 43 verschleppten Studenten in Mexiko wollen die Behörden die Ermittlungen unter anderen Vorzeichen fortsetzen. Die Untersuchung werde von der Staatsanwaltschaft für organisiertes Verbrechen an die Staatsanwaltschaft für Menschenrechte übertragen.

Auf diesen Schritt einigten sich die mexikanische Regierung und die Interamerikanische Menschenrechtskommission (CIDH) am Dienstag in Washington. Von dem Wechsel erhoffe man sich eine neue Sichtweise auf den Fall, sagte CIDH-Expertin Angela Buitrago.

Drogenbande

Polizisten hatten die Studenten Ende September vergangenen Jahres in der Stadt Iguala im südwestlichen Bundesstaat Guerrero verschleppt und einer Drogenbande übergeben. Den Ermittlungen zufolge wurden die jungen Männer getötet und ihre Leichen verbrannt.

Eine Expertengruppe der CIDH hatte zuletzt erhebliche Zweifel an der offiziellen Version angemeldet. Die Angehörigen fordern, dass die Experten dortbleiben, bis der Fall aufgeklärt ist. Das Team will nun unter anderem die am Tatort stationierten Soldaten zu dem Vorfall befragen. Das mexikanische Innenministerium hingegen will nur eine Vernehmung durch die Staatsanwaltschaft zulassen.

Studenten verschleppt und verbrannt

Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen hatte der Bürgermeister von Iguala den Polizeieinsatz angeordnet, um zu verhindern, dass die Studenten eine Rede seiner Ehefrau störten. Bisher lautete die offizielle Version, Bandenmitglieder hätten die Studenten der linken Landuniversität Ayotzinapa danach getötet und ihre Leichen auf einer Müllkippe verbrannt. Die Angehörigen vermuten hinter der Tat einen gezielten Angriff der staatlichen Sicherheitsbehörden auf die Universität.

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