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AKW-Zwischenfall vor Österreichs Grenze

Radioaktiver Dampf

AKW-Zwischenfall vor Österreichs Grenze

Wegen eines Zwischenfalls an einem Ventil ist gestern, Montag, Block B des Atomkraftwerks Gundremmingen in Bayern abgeschaltet worden. Nach Angaben der Betreiber waren zum Abschluss der Revision Prüfungen unter anderem an Sicherheits- und Entlastungsventilen durchgeführt worden.

Im nuklearen Bereich habe eines der elf Ventile, die sich innerhalb des geschlossenen Sicherheitsbehälters befinden, zur Prüfung korrekt geöffnet, aber nicht wieder verschlossen werden können. Der ausgetretene radioaktive Dampf sei in dem geschlossenen Sicherheitsbehälter verblieben, betonte ein Sprecher. Block B sei ordnungsgemäß per Hand abgeschaltet worden.

Derzeit werde der Vorfall untersucht. Nach vorläufiger Einschätzung sei das Vorkommnis als meldepflichtiges Ereignis in die Kategorie "Normal" einzustufen. Personal, die Anlage und ihre Umgebung seien nicht gefährdet gewesen.

Manfred Doppler vom Anti Atom Komitee betonte am Dienstag in einer Stellungnahme, dass das AKW "zu den ältesten und gefährlichsten Atomkraftwerken in Deutschland" zähle. Eine Stilllegung sei längst überfällig". Das Umweltministerium sollte die vollständige Klärung des Zwischenfalles einfordern, "denn Gundremmingen liegt in der Hauptwindrichtung zu Österreich. Außerdem muss Block B Ende 2017 tatsächlich stillgelegt werden", so Doppler.
 

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