Asylanträge um 112 Prozent gestiegen

Im Vergleich zu 2015

Asylanträge um 112 Prozent gestiegen

In Deutschland sind im Mai 55.259 Asylanträge gestellt worden. Im Vergleich zum April ist das ein Rückgang um 9,3 Prozent, verglichen mit dem Vorjahresmonat stellt dies allerdings einen Anstieg von 112 Prozent dar, wie das Innenministerium am Dienstag in Berlin mitteilte.

144 Flüchtlinge pro Tag
Auch bei den Registrierungen in den Erstaufnahmezentren der Länder hat es einen Rückstau gegeben. Daher liegen diese sogenannten Easy-Zahlen, wonach im Mai 16.281 Flüchtlinge registriert wurden, weiterhin deutlich über den durch die Bundespolizei festgestellten Einreisen. Nach deren Angaben kamen im Mai 4.470 Migranten bundesweit über die Grenze - im Schnitt 144 am Tag.

Rückstau
Von Jänner bis Mai 2016 wurden demnach insgesamt 310.000 Asylanträge gestellt, was einen Anstieg um 118 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres bedeutet - obwohl nach der Schließung der sogenannten Balkanroute weniger Menschen nach Zentraleuropa kommen. Die hohe Zahl erklärt sich zum großen Teil dadurch, dass viele Migranten schon seit Monaten im Land sind und erst jetzt einen Antrag stellen können. Das BAMF hat dazu erheblich mehr Personal erhalten.

Mit 142.000 Asylbewerbern aus Syrien hat sich deren Zahl mehr als verfünffacht. Bei den Herkunftsländern lag Afghanistan mit großem Abstand an zweiter Stelle, gefolgt vom Irak und dem Iran. Stark abgenommen haben die Anträge von Menschen aus den sechs Westbalkanstaaten.

Der Berg unerledigter Asylanträge beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) wächst indes. Fast 460.000 Anträge seien unerledigt.


 

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