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Betrieb Russland 2014 ein Olympia-Dopingprogramm?

Betrugssystem

Betrieb Russland 2014 ein Olympia-Dopingprogramm?

Einem Bericht der New York Times zufolge sollen dutzende russische Sportler der Olympischen Winterspiele in Sotschi an einem staatlichen Dopingprogramm teilgenommen haben. Die Zeitung beruft sich auf Aussagen von Grigori Rodschenkow, dem ehemaligen Chef des Moskauer Doping-Kontrolllabors.

15 Medailliengewinner solen betroffen sein
Er behauptet, dass zumindest 15 Medaillengewinner des Olympia-Gastgeberlandes 2014 von einem Dopingsystem profitiert hätten. Unter den mutmaßlich involvierten Sportlern sollen sich 14 Langläufer und zwei Bobsportler befinden. Laut Angaben von Rodschenkow seien ungefähr 100 auffällige Dopingproben vertuscht worden. Russische Anti-Doping-Experten und Geheimdienstleute sollen die belastenden Urinproben gegen saubere ausgetauscht haben, die Monate zuvor genommen worden waren.

Russlands Sportminister Witaly Mutko hatte bereits am Mittwoch nach Bekanntwerden des bevorstehenden Berichtes der Times von einer ungerechtfertigten Attacke auf den russischen Sport gesprochen. "Das System für die Olympischen Spiele war absolut transparent. Alles war unter der Kontrolle internationaler Experten - von der Probennahme bis zur Analyse", sagte Mutko.

Kritik
Russland steht seit vergangenen November unter massiver Kritik, nachdem eine unabhängige Kommission der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) weitreichendes Doping mit staatlicher Unterstützung vor allem in der russischen Leichtathletik festgestellt hatte. Seither sind sämtliche Leichtathleten aus Russland von internationalen Wettkämpfen ausgeschlossen. Möglicherweise dürfen sie auch nicht an den Olympischen Sommerspielen im August in Rio de Janeiro teilnehmen.

Wissenschaftler stellt Behauptung auf
Erst am Wochenende hatte der russische Whistleblower Witali Stepanow in der Sendung "60 Minutes" des US-Fernsehsender CBS behauptet, dass zumindest vier russische Olympiasieger in Sotschi mit Steroiden gedopt gewesen sein sollen. Er berief sich dabei auf ein Gespräch mit Rodschenkow. Der russische Geheimdienst FSB habe bei der Vertuschung mitgeholfen.

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