Bürgermeister stoppt Flüchtlinge mit einem Erdhaufen

Skurril

Bürgermeister stoppt Flüchtlinge mit einem Erdhaufen

Um die Unterbringung weiterer Flüchtlinge in seiner Gemeinde zu stoppen, hat der Bürgermeister der Ortschaft Vitulano in der süditalienischen Region Kampanien am Sonntagnachmittag eine Straße sperren lassen. Damit will er verhindern, dass weitere 34 Migranten in einer Flüchtlingseinrichtung in Vitulano aufgenommen werden.

Um die Zufahrt des Fahrzeuges mit den Migranten aufzuhalten, ließ der Bürgermeister Erdhaufen auf die Straße schütten. "Wir sind eine kleine Ortschaft und versorgen bereits 30 Flüchtlinge. Wir sind für die Integration der Migranten, doch die Bedingungen dafür müssen angemessen sein", rechtfertigte sich der Bürgermeister. Wegen des Protests beschlossen die Behörden, die Flüchtlinge in einer anderen Ortschaft der Gegend unterzubringen.

Bürgerproteste gegen Flüchtlinge sind keine Neuheit in Italien, wo derzeit 176.000 Flüchtlinge versorgt werden. In einem Erstaufnahmezentrum für Flüchtlinge in der norditalienischen Provinz Venedig war es im Jänner zu Ausschreitungen gekommen. Nach dem Tod einer jungen Frau aus Cote d'Ivoire randalierten wiederum Asylwerber und setzten Holzpaletten in Brand. 25 Mitarbeiter der Einrichtung verbarrikadierten sich daraufhin im Büro und konnten erst nach Stunden befreit werden.

Rund 150 Bewohner eines Dorfes nahe der norditalienischen Stadt Ferrara hatten im Oktober vorübergehend Barrikaden errichtet, um einen Bus mit Flüchtlingen an Bord an der Zufahrt zu einer Flüchtlingseinrichtung zu hindern. Nach langwierigen Verhandlungen mit den unnachgiebigen Dorfbewohnern beschlossen die Behörden, die Flüchtlinge an einen anderen Ort zu bringen.
 

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden

Anzeigen

Werbung

Jetzt Live
Diese Videos könnten Sie auch interessieren
Wiederholen
Jetzt NEU

oe24.TV im Livestream: 24 Stunden News!

Live auf oe24.TV 1 / 9

Top Gelesen 1 / 5

Diese Website verwendet Cookies
Cookies dienen der Benutzerführung und der Webanalyse und helfen dabei, die Funktionalität der Website zu verbessern, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Impressum  
Es gibt neue Nachrichten