Erste Schule führte Gleitzeit ein

Deutschland

Erste Schule führte Gleitzeit ein

Im Gymnasium in Alsdorf dürfen die Oberstufenschüler selbst entscheiden, ob sie schon zur ersten Stunde um 8 Uhr in die Schule kommen, oder erst zur zweiten, die gegen 9 Uhr anfängt.

Kurz nach dem Start des Gleitzeit-Modells zeigt sich Schulsprecher Lars Meyer begeistert: "Super cool, wir können ausschlafen!"

Von Experten gefordert
Schon seit längerem fordern Experten, dass auf die innere Uhr von Jugendlichen eingegangen werden soll, da diese anders ticke, als jene der Erwachsenen. Das Alsdorfer Gymnasium setzt diese Forderung mit der Einführung der Gleitzeit nun um.

Etwa bis zum 20. Lebensjahr geht die innere Uhr vieler Jugendlicher bei der Synchronisation mit dem Tag-Nacht-Rhythmus nach, sodass sie erst später einschlafen können. Darum lässt es sich auch nur schwer kombinieren, schon um acht Uhr wieder in der Schule zu sitzen.

Wandel in der Wirtschaft
Schon seit 10 Jahren fordert die Wissenschaft bereits einen späteren Unterrichtsbeginn, um besser auf die Jugendlichen eingehen zu können.

Die deutsche Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) erklärte im vergangenen Jahr, dass es für einen späteren Unterrichtsbeginn jedoch einen Wandel in der Wirtschaft geben müsse. Denn ein späterer Schulbeginn passe nach der Einschätzung vieler Eltern nicht zur Arbeitswelt.

Besonderes Unterrichtskonzept
Viele Schüler des Gymnasiums zeigen sich erfreut über die neu geschaffene Gleitzeit und kommen jetzt erst zur zweiten Stunde. Nur eine Minderheit nützt die Gleitzeit nicht und kommt schon immer zur ersten Stunde.

Schulleiter Wilfried Bock erklärte, dass die Ermöglichung der "Gleitzeit" nur aufgrund eines besonderen Unterrichtskonzeptes funktioniert. So wird an der Schule nach dem Dalton-Plan der amerikanischen Pädagogin Helen Parkhurst unterrichtet. Dieser Plan sieht vor, dass sich die Schüler neben dem herkömmlichen Unterricht pro Woche zehn Unterrichtsstunden selbst einteilen können.

Zwei Stunden bei Lehrer nach Wahl
In diesen zehn Stunden arbeiten Schüler aus unterschiedlichen Klassen und Jahrgängen zwei Stunden pro Tag bei einem Lehrer ihrer Wahl. Wenn die Stunde vorbei ist, bekommen sie dafür einen Stempel.

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