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G-20: Krawall-Hipster sorgt mit Selfie für Wirbel

Hamburg

G-20: Krawall-Hipster sorgt mit Selfie für Wirbel

Brennende Autos, brutale Krawalle und Plünderungen – der G-20-Gipfel hinterließ Hamburg in Bürgerkrieg-ähnlichem Zustand. Vor allem das Schanzenviertel war besonders betroffen. 20.000 Polizisten waren im Einsatz und versuchten, die Randalierer zu stoppen. Teilweise mit Wasserwerfern, Pfefferspray und mäßigem Erfolg.

Immer wieder wurden Mülltonnen und Autos in Brand gesteckt. Mittendrin sorgte ein junger Mann auf Twitter für Aufruhr. Während hinter ihm einige Vermummte gerade Gegenstände auf der Straße anzündeten und dies wild feierten, hatte der bärtige Hipster nichts Besseres zu tun, als mit einem Grinsen im Gesicht ein Selfie zu machen.

 

 

Dieses Bild ging anschließend viral auf Twitter & Co. Ob der Mann ein Randalierer war oder nur ein Schaulustiger, ist nicht bekannt, allerdings wurde bereits verifiziert, dass dies kein Fake ist. Fakt ist auch, dass viele sich daran stören. Doppelmoral wurde ihm vorgeworfen. Zum einen auf einer Anti-Kapitalismusdemo zu sein und dann mit einem Apple-Smartphone ein Foto zu schießen.

Unterdessen verlangen deutsche Politiker der Union und SPD eine europäische Extremistendatei. Damit hätten die Behörden einen besseren Überblick über Gewalttäter, sagte die Vizevorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Eva Högl, der Zeitung "Rheinische Post" (Montag-Ausgabe) laut Vorausbericht.

Schließung von autonomen Zentren

Der Unions-Innenexperte Stephan Mayer (CSU), sagte demselben Blatt: "Ich halte eine europäische Extremistendatei für Linksradikale für sehr sinnvoll und unterstützenswert." Er sprach sich zugleich für eine Schließung von Autonomen Zentren wie der Roten Flora in Hamburg und in der Rigaer Straße in Berlin aus. Diese rechtsfreien Räume dürften nicht mehr von den Behörden geduldet werden.

Auch FDP-Chef Christian Lindner betonte, in den dort besetzten Gebäuden würden Gewaltexzesse vorbereitet. Die Politik der falschen Toleranz müsse beendet werden, forderte er in einem Gastbeitrag für die "Bild"-Zeitung. "Der Linksextremismus wurde zu lange verharmlost", kritisierte Lindner. Den Gewalttätern in Hamburg warf er "linken Terror gegen uns alle" vor.

Fortsetzung der Grenzkontrollen

Mayer verlangte ferner eine Fortsetzung der vor dem G-20-Gipfel begonnenen Grenzkontrollen an den deutschen Außengrenzen. Die Kontrollen sind seit dem 12. Juni in Kraft und sollen nach bisheriger Planung noch bis Dienstag gelten. Nach einem Bericht der Zeitungen der Funke-Mediengruppe wurden bis einschließlich Samstag durch die Grenzpolizei 673 offene Haftbefehle vollstreckt für Straftaten, die nicht mit dem G-20-Treffen von Hamburg in Zusammenhang stehen. In Sicherheitskreisen werde dies als Nebenerfolg der Kontrollen gewertet.

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