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Georgia setzt Hinrichtungen aus

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Georgia setzt Hinrichtungen aus

Der US-Staat Georgia hat die Vollstreckung der Todesstrafe wegen Problemen mit der Giftmischung vorerst ausgesetzt. Die geplanten Hinrichtungen von Kelly Renee Gissendaner und Brian Keith Terrell seien als "Vorsichtsmaßnahme" bis auf Weiteres gestoppt worden, teilten die Behörden in Georgia am Dienstag mit.

Der bei den Exekutionen verwendete Giftcocktail soll demnach erst einer genauen Analyse unterzogen werden. Die Behörden in Georgia hatten bereits am Montagabend mitgeteilt, dass die Hinrichtung von Gissendaner kurzfristig abgesagt worden sei. Das Gift für die tödliche Injektion sei zwar von einem unabhängigen Labor geprüft und freigegeben worden, das zuständige Team habe jedoch Bedenken wegen der trüben Färbung des Gifts gehabt. Eine Reihe qualvoller Hinrichtungen hatte im vergangenen Jahr eine Debatte über die in den USA verwendeten Giftcocktails ausgelöst.

Gissendaners Hinrichtung war zuvor bereits wegen des Winterwetters verschoben worden. Die 46-Jährige ist die einzige Frau im Todestrakt von Georgia. Sie hatte im Februar 1997 ihren damaligen Liebhaber angeheuert, ihren Ehemann zu töten, um dessen Lebensversicherung zu kassieren. Der Liebhaber sagte 1998 gegen Gissendaner aus und wurde daraufhin zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.

Nach Angaben des Death Penalty Information Center wäre Gissendaner die 16. Frau, die seit Wiedereinführung der Todesstrafe in den USA im Jahr 1976 hingerichtet würde. Demnach wurden im gleichen Zeitraum 1387 Männer exekutiert. Die Todesstrafe ist in 32 der 50 US-Staaten sowie auf Bundesebene erlaubt, die Zahl der Hinrichtungen geht seit Jahren aber beständig zurück.
 

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