Expertin:

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"ISIS geht vor wie Pädophile"

Die Terror-Miliz geriet zwar in den letzten Monaten militärisch arg in Bedrängnis, ist aber noch lange nicht besiegt. Noch immer schließen sich zahlreiche Personen der Organisation an, besonders auch immer mehr Jugendliche. Die Wissenschaftlerin Humera Khan, die sich mit der Ausbreitung von gewalttätigem Extremismus beschäftigt, erklärt im Interview mit der BILD-Zeitung, wie ISIS dabei vorgeht.

Internet-Chats
Eine wesentliche Rolle spielt dabei das Internet. Fast die Hälfte aller Kämpfer werde so rekrutiert, in den USA sogar 80%, so Khan. ISIS agiert dabei wie Pädophile, die in Chats nach neuen Opfern sucht. Diese Opfer haben dabei meist im privaten Umfeld Probleme und suchen im Internet nach Unterstützung.

Mitglieder der ISIS sprechen diese Personen zuerst im Chat an. Nachdem der persönliche Kontakt hergestellt wird, wird regelmäßig gechattet. Es entsteht eine Freundschaft, den Opfern wird zugehört und ihnen einfache Lösungen vorgeschlagen. Die Jugendlichen werden dann immer mehr von ihrem Umfeld isoliert und von der ISIS  manipuliert. Schließlich sollen sie dann für den Kampf der Jihadisten gewonnen werden.

Für die Expertin stehen vor allem  die Eltern in der Pflicht. Bevor Kinder und Jugendliche Opfer radikaler Gruppen werden, haben sie meist ernste Probleme. Würden diese rechtzeitig angegangen, würde auch die Gefahr einer Radikalisierung sinken.

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