Hochgeschwindigkeitsgarnituren kollidierten nach einer Entgleisung - Weitere Opfer befürchtet - Etwa 100 Verletzte, rund 35 davon schwer
Bei einem schweren Eisenbahnunglück im Süden Spaniens sind am Sonntagabend mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Unweit der Gemeinde Adamuz in der andalusischen Provinz Córdoba waren zwei Hochgeschwindigkeitszüge nach einer Entgleisung kollidiert, berichtete der TV-Sender RTVE unter Berufung auf die Polizei.
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Personen noch in den Zügen eingeklemmt
Die Zahl der Opfer könnte noch steigen, da viele Personen noch in den Zügen eingeklemmt seien. Es gebe zudem rund einhundert Verletzte, rund 25 davon schwer.
Ein Iryo-Hochgeschwingkeitszug der italienischen Trenitalia war am späten Sonntagabend auf dem Weg von Málaga nach Madrid entgleist und in das benachbarte Gleis geraten, meldete die Polizeieinheit Guardia Civil. Ein entgegenkommender Hochgeschwindigkeitszug der spanischen Gesellschaft RENFE, der aus der spanischen Hauptstadt in die Hafenstadt Huelva unterwegs war, sei daraufhin ebenfalls aus den Schienen gesprungen.
Der Verkehr auf der wichtigen Strecke zwischen Madrid und Andalusien sei bis auf weiteres unterbrochen, teilte der Notdienst unter Berufung auf den Schienennetzbetreiber ADIF mit. Die andalusischen Rettungsdienste erklärten, der gesamte Zugverkehr sei eingestellt worden. Die Rettungsdienste seien im Hocheinsatz.
Ministerpräsident Sánchez sichert schnelle Hilfe zu
Zahlreiche Fahrgäste waren nach dem Unfall in den Zügen eingeschlossen, wie RTVE unter Berufung auf die Rettungsdienste berichtete. Einsatzkräfte versuchten, die Passagiere so schnell wie möglich aus den Waggons zu befreien. Die Ursache des Unfalls war vorerst unklar. "Die Regierung arbeitet gemeinsam mit den zuständigen Behörden und den Rettungsdiensten daran, den Fahrgästen zu helfen", schrieb der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez auf X