Dubai

Debatte und Spott im Netz um "Steuerflüchtlinge"

Das Steuerparadies Dubai stand zuletzt unter Beschuss. 

Das Außenministerium arbeitet auf Hochtouren, um Österreicherinnen und Österreicher aus den aktuellen Krisengebieten im Nahen Osten zu evakuieren. Priorität haben vor allem vulnerable Personen, also etwa Kranke oder Schwangere.

Weniger Priorität dürften wohl "Steuerflüchtlinge" haben, also jene Menschen, die sich wegen Steuervorteilen etwa in Dubai niedergelassen haben. Darunter sind auch zahlreiche Influencer, die mittlerweile eine Art "Maulkorb" erhalten haben. Wer "Falschinformationen" über Raketen oder Ähnliches verbreitet, dem drohen bis zu ein Jahr Haft. 

Im Netz, vor allem auf Satire-Seiten, ließen die entsprechenden Reaktionen nicht lange auf sich warten. Der Chef der satirischen "Tagespresse", Fritz Jergitsch, schrieb etwa: "Ironisch: Das Bundesheer kann keine Steuerflüchtlinge aus Dubai ausfliegen, weil die letzten Jahre zu wenig Steuergeld für das Heer vorhanden war". Bekanntlich hat das Heer aktuell keine flugfähige Hercules. 

Fake-Website für "Steuerflüchtlinge" 

Auch ein satirischer Artikel ging auf der Seite bereits online: "Steuerflüchtlinge bitten Botschaft um Evakuierung in anderes Steuerparadies". 

Sogar eine eigene Satire-Website wurde bereits für "Steuerflüchtlinge" eingerichtet. Auf "bye-dubai.com" können EU-Bürger, die in Dubai leben, eine (Fake)-Rückholung beantragen - sofern sie ihre Steuererklärung nachholen. Je nach Höhe der Steuernachzahlung werden fiktive Rückreise-Angebote von Railjet bis Privatjet angeboten. 

 


 

Auch der österreichische Influencer Maximilian Ratzenböck sprang bereits auf die Thematik auf. In einem Instagram-Clip parodierte er Dubai-Auswanderer, die nun um Hilfe bitten.

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