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Kanada steigt aus Kyoto-Protokoll aus

Als erstes Land

Kanada steigt aus Kyoto-Protokoll aus

Kanada steigt aus der Klima-Vereinbarung von Kyoto aus. Umweltminister Peter Kent bestätigte am Montag die Ankündigung eines Regierungsbeamten. "Wie wir gesagt haben, Kyoto gehört für Kanada der Vergangenheit an ... Wir nutzen unser legales Recht formal aus (der Klima-Vereinbarung von, Anm.) Kyoto auszusteigen", sagte Kent. Damit ist Kanada das erste Land, das das Kyoto-Protokoll ratifiziert hat und trotzdem vorzeitig aussteigt.

Kanadische Medien hatten bereits während des Klima-Gipfels im südafrikanischen Durban berichtet, dass das Land einen Rückzug vom Kyoto-Protokoll plane. Diese Absicht dementierte Umweltminister Peter Kent südafrikanischen Fernsehberichten zufolge Ende November nicht. Die Regierung des konservativen Premierministers Stephen Harper hatte sich zuvor bereits deutlich gegen eine Verlängerung des Kyoto-Protokolls ausgesprochen.

Klima-Experten in Durban verwiesen darauf, dass Kanada mit einem Ausstieg eine Strafzahlung vermeiden würde, weil das Land die im Kyoto-Papier vereinbarten Ziele absehbar nicht erreichen könne. Es bekam im Kyoto-Protokoll eine Reduktionsverpflichtung von sechs Prozent von 1990 bis 2012 auferlegt, steht nach jüngsten Zahlen aber bei plus 17 Prozent. Kanadas Regierung hatte bereits betont, dass eine zweite Verpflichtungsperiode ohnehin nicht infrage käme, weil die größten CO2-Produzenten, China und die USA, keine internationale bindende Vereinbarung unterzeichnen würden.


 

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