Klimasünder beschränken Emissionen

Erderwärmung

Klimasünder beschränken Emissionen

Die größten Klimasünder der Welt haben ihre Ziele zur Eindämmung der Erderwärmung auf den Tisch gelegt. China, die USA, die Europäische Union und Indien versprechen, ihren Ausstoß an Treibhausgasen bis zum Jahr 2030 einzudämmen - manche mehr, andere weniger ambitioniert.

Insgesamt sind bei den Vereinten Nationen bis zum Ende der Frist in der Nacht auf Freitag Reduktionsziele aus 146 von mehr als 190 Ländern eingegangen. Damit soll im Dezember beim Welt-Klimagipfel in Paris ein neuer Vertrag geschmiedet werden.

Kohlenmonoxid-Ausstoß
Zu befürchten aber ist: Der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) wird weiter steigen, trotz all der Versprechen und milliardenschweren Investitionen in erneuerbare Energien. Denn die Klimaziele sind oft an das Wirtschaftswachstum gekoppelt. Verdoppelt sich also das Bruttosozialprodukt etwa des aufstrebenden Schwellenlandes Indien in den kommenden Jahren, kann Indien auch das doppelte an schädlichen Gasen ausstoßen - minus die angepeilte Reduktion.

Unklar ist auch, wer die Reduktionsziele überprüfen soll. Beim Kyoto-Protokoll gab es für alle Teilnehmer verpflichtende CO2-Obergrenzen, mit drohenden Strafen, wenn diese überschritten wurden. Diesmal werde es wohl keine Strafinstrumente geben, sagt Brigitte Knopf, Generalsekretärin des Mercator Instituts für Gemeinschaftsgüter und Klimawandel (MCC) in Berlin. "Dass jetzt alle Großen Verpflichtungen vorgelegt haben, zeigt aber, dass der freiwillige Prozess funktioniert", sagt sie.

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