Mehrere Länder holen Staatsbürger heim

Ägypten

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Mehrere Länder holen Staatsbürger heim

Angesichts der Unruhen in Ägypten haben mehrere Länder am Sonntag Vorbereitungen getroffen, ihre Staatsbürger auszufliegen. Das Auswärtige Amt in Berlin bat die deutschen Fluggesellschaften, zu prüfen, ob zusätzliche Linienflüge aus der Hauptstadt Kairo bereitgestellt werden können. Auch die USA, die Türkei sowie verschiedene europäische Länder aktualisierten ihre Reisewarnungen und schickten zum Teil zusätzliche Flugzeuge zur Ausreise. Die Reisewarnung des österreichischen Außenamts für ganz Ägypten bleibt ebenfalls weiter aufrecht. Immer mehr Österreicher erkundigen sich in Wien und bei der österreichischen Botschaft in Kairo über die Sicherheitslage im Land.

Warnung
Neben der Warnung vor Reisen in die großen Städte Kairo, Alexandria und Suez riet das deutsche Auswärtige Amt am Sonntag auch von Reisen in die urbanen Zentren im Landesinneren ab. Jedem Reisenden werde empfohlen, sorgfältig abzuwägen, ob Reisen nach Ägypten einschließlich in die Urlaubsgebiete überhaupt angetreten werden.

Die Lufthansa wollte am Montag einen zusätzlichen Linienflug von Frankfurt nach Kairo anbieten, um mehr Menschen ausfliegen zu können, wie ein Sprecher sagte. Zudem bietet die Fluglinie kostenlose Umbuchungen für Ägyptenflüge an. Darüber hinaus verlief der Flugverkehr in den Touristenorten am Roten Meer nach Angaben des Auswärtigen Amtes bisher normal und mit ausreichenden Kapazitäten.

Ausreise
Die USA rieten ihren Staatsbürgern am Sonntag ebenfalls von Reisen nach Ägypten ab und bewilligten die Ausreise von Botschaftsangehörigen und nicht dringend benötigtem Personal. Die US-Botschaft in Kairo erklärte, sie habe die Landsleute in Ägypten informiert, dass sich das US-Außenministerium auf Wunsch um Flüge an sichere Orte in Europa kümmere. Demnach sollen die Flüge ab Montag starten. US-Bürgern in Ägypten riet die US-Regierung, bei Demonstrationen in ihren Häusern oder Hotels zu bleiben bis sich die Situation entspanne. Zudem sollten Wege zur US-Botschaft während der Proteste vermieden werden.

Die Türkei schickte insgesamt fünf Flugzeuge nach Ägypten, um ihre in dem nordafrikanischen Land lebenden Staatsbürger auszufliegen, wie das türkische Außenministerium mitteilte. Drei zusätzliche Flüge seien als Ergänzung zu den normalen Linienflügen geschickt worden. Demnach sollten zwei zusätzliche Turkish-Airways-Maschinen nach Alexandria und eine nach Kairo fliegen.

Ägyptenreisen
Frankreich strich auch am Sonntag bis auf weiteres alle Ägyptenreisen, wie der Präsident der Gewerkschaft der Reiseveranstalter, Georges Colson sagte. Auch am Montag werde es keine Abreisen geben. Damit folgten die Veranstalter den Hinweisen des französischen Außenministeriums, sagte Colson. Die Urlauber vor Ort hätten bisher keine Zwischenfälle erlebt und die Rückreise verlaufe planmäßig. Laut Colson halten sich derzeit etwas mehr als 1.000 französische Urlauber in Ägypten auf.

Die britischen Reiseveranstalter erklärten am Sonntag, ihre Kunden zunächst nicht außerplanmäßig aus Ägypten ausfliegen zu wollen. Das Außenministerium in London riet zwar von Reisen nach Kairo, Alexandria, Luxor und Suez ab, die Badeorte am Roten Meer seien von der Warnung aber ausgenommen, sagte eine Sprecherin des britischen Reiseverbands Abta. Etwa eine Million Briten fliegen jedes Jahr nach Ägypten.

Die großen skandinavischen Reiseveranstalter kündigten dagegen am Sonntag an, ihre Kunden aus Ägypten ausfliegen zu wollen und weitere Reisen wegen der Unruhen zu annullieren. Schweden und Finnland hatten zuvor ihre Reisehinweise verschärft.

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