Milliardärs-Ehepaar brutal ermordet?

Kanada

Milliardärs-Ehepaar brutal ermordet?

Das im Dezember tot aufgefundene kanadische Milliardärs-Ehepaar Barry und Honey Sherman ist nach Ansicht privater Ermittler ermordet worden. Wie die Zeitung "Toronto Star" am Samstag berichtete, entkräften die Ermittlungsergebnisse von Privatdetektiven, die von den Kindern der Verstorbenen engagiert wurden, die These eines erweiterten Suizids.

Der 75-jährige Gründer des Pharmakonzerns Apotex und seine 70-jährige Ehefrau waren am 15. Dezember tot in ihrem Haus in Toronto aufgefunden worden. Die Obduktion ergab, dass sie durch Strangulation starben.

Die Polizei sprach jedoch nicht von Mord. Sie vermutete, dass Barry Sherman seine Frau tötete, ihre Leiche aufhängte und sich dann selbst erhängte. Medien hatten unter Berufung auf einen Polizeivertreter berichtet, die beiden Leichname hätten an einem Geländer am Schwimmbecken der Villa gehangen.
 

Kinder glaubten nicht an Mord und Selbstmord

Shermans vier Kinder wollten jedoch nicht an die Theorie eines erweiterten Suizids glauben und baten den Strafrechtler Brian Greenspan um Hilfe. Dieser beauftragte Privatdetektive und forderte eine zweite Autopsie, welche am 20. Dezember kurz vor der Beerdigung vorgenommen wurde.

Dem Bericht zufolge fanden der Pathologe und die Detektive, darunter ehemalige Beamte der Mordkommission von Toronto, Spuren an den Handgelenken der beiden Toten, die darauf hindeuteten, dass ihre Hände gefesselt worden waren. Als die Leichen aufgefunden wurden, waren die Hände nicht gefesselt, und es wurden auch keine Kabelbinder oder Seile am Tatort gefunden.

Die privaten Ermittler kamen laut dem Bericht zu dem Schluss, dass das Paar mit Ledergürteln erdrosselt wurde, die ihnen um den Hals hingen. Im Umfeld der Familie ist laut "Toronto Star" von einem "professionellen Auftragsmord" und einem "inszenierten Mord" die Rede. Hinweise auf ein gewaltsames Eindringen in das Haus habe es aber nicht gegeben.

Sherman hatte Apotex im Jahr 1974 gegründet. Das Unternehmen, das sich einen Namen bei der Produktion von Generika machte, beschäftigt weltweit mehr als 11.000 Mitarbeiter. Auf der "Forbes"-Liste wurde Sherman als einer der reichsten Männer Kanadas aufgeführt.
 

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