Mutter wegen Mordes an 8 Kindern verhaftet

Australien

Mutter wegen Mordes an 8 Kindern verhaftet

Die Mutter von sieben der acht in Australien getöteten Kinder ist Medienberichten zufolge wegen Mordes verhaftet worden. Die 37-Jährige werde weiter im Krankenhaus wegen Stichwunden behandelt und stehe unter Bewachung, sagte der Polizeikommissar Bruno Asnicar laut dem Rundfunksender ABC am Samstag vor Reportern. In ersten Berichten war ihr Alter mit 34 Jahren angegeben worden.

Video zum Thema Acht Kinder brutal erstochen

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Polizisten hatten Stunden zuvor die Leichen der Kinder im Alter von 18 Monaten bis 14 Jahren in einem Wohnhaus in einem Vorort von Cairns (Queensland) an der Nordostküste gefunden. Zunächst hatte es geheißen, das älteste der getöteten Kinder sei 15 Jahre alt gewesen. Berichten zufolge soll ein 20-jähriger Bruder die Kinder als erstes entdeckt haben.

Erstochen, erstickt
Die Kinder waren erstochen oder erstickt worden. Sieben von ihnen waren Geschwister, das achte mit der Familie verwandt. Die Mutter und eine weitere - bisher unbekannte - Person waren mit Stichverletzungen in dem Haus gefunden und in eine Klinik gebracht worden.

Asnicar zufolge konzentrieren sich die Ermittlungen auf die Mutter. Nach anderen Personen werde nicht gesucht. Die Leichen der Kinder seien inzwischen aus dem Haus heraus gebracht worden. Forensiker hätten dort ihre Untersuchungen aufgenommen.

Die Hintergründe der Tat blieben aber weiter unklar. Die Polizei sprach von einem "sehr, sehr tragischen Fall". Sie machte deutlich, dass sie von einer Familientragödie ausgehe.

Nachbarn berichteten von dramatischen Szenen während der Nacht vor der Entdeckung der toten Kinder. In dem Haus habe jemand geschrien: "Lass nicht zu, dass sie sie uns wegnehmen. Gott segne dich. Vergib mir für das, was ich tun werde", sagte ein Nachbar dem Sender News Limited. Freunde, Nachbarn und Angehörige der Familie legten am Tatort Blumen und Kuscheltiere nieder und zündeten Kerzen an.

Schock
Das Land steht nach dem Geiseldrama von Sydney noch unter Schock. Dort hatte ein Extremist am Montag 17 Passanten stundenlang in einem Cafe terrorisiert. Die Polizei stürmte das Lokal nach 16 Stunden. Zwei Geiseln und der Täter kamen ums Leben. Der Mann hatte die Tat als Anschlag im Namen der radikalen muslimischen Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ausgegeben.


 

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