Patient wegen Einsparungen gestorben

USA: Budgetkürzung

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Patient wegen Einsparungen gestorben

Zum zweiten Mal ist in Arizona ein Patient vermutlich an den Folgen einer Budgetkürzung im Gesundheitswesen des US-Staats gestorben. Eine Sprecherin des Medizinischen Zentrums der Universität Phoenix sagte am Mittwoch, der Patient sei von der Liste für Lebertransplantationen gestrichen worden. Am 28. Dezember sei er dann in einem anderen Krankenhaus gestorben. Arizona hatte Anfang Oktober die Kostenübernahme für Transplantationen im Rahmen seiner Gesundheitsfürsorge für Bedürftige, Medicaid, gekürzt. Damit sollten Lücken im Budget geschlossen werden.

Zwei Spender standen bereit
Ob der Patient, der an Hepatitis C litt, ohnehin gestorben wäre, lasse sich nicht genau sagen, erklärte Sprecherin Jo Marie Gellerman. Sein Zustand habe sich aber deutlich verschlechert, seit er von der Liste genommen wurde. Dies hätte eigentlich zu einem besseren Platz auf der Liste geführt. Ende November war bereits ein Mann aus dem Raum Phoenix an Komplikationen bei der Vorbereitung auf eine Knochenmarkstransplantation gestorben, die von Spendern privat finanziert werden sollte. Der Mann hatte an dem Tag, als die Kürzungen in Kraft traten, die Nachricht erhalten, dass zwei Spender für ihn bereitstünden.

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