Pensionist wollte Zeugen Jehovas töten

Elf Jahre Haft

Pensionist wollte Zeugen Jehovas töten

Wegen eines Angriffs auf einen Gebetssaal der Zeugen Jehovas ist ein 83-jähriger Pensionist zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Laut Anklage soll er im vergangenen Juli versucht haben, mit einer Maschinenpistole bewaffnet in den Gebetssaal in Bielefeld zu stürmen, um möglichst viele der anwesenden Gläubigen zu erschießen. Er wurde wegen Mordversuchs in 39 Fällen verurteilt.

Mit Maschinenpistole bewaffnet
Die Staatsanwaltschaft hatte dem Angeklagten sogar versuchten Mord in 81 Fällen zur Last gelegt und eine Haftstrafe von zwölf Jahren gefordert. Die Verteidigung bestritt dagegen jede Tötungsabsicht und beantragte lediglich eine Verurteilung wegen des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz.

Laut Anklage war der 83-Jährige bei der Tat mit einer Maschinenpistole mit insgesamt 39 Schuss Munition bewaffnet. Dass es am Abend des 30. Juli zu keinem Blutbad kam, war nach Auffassung der Staatsanwaltschaft wohl allein einem technischen Defekt zu verdanken. Dem Mann gelang es laut Anklage nicht, die Waffe durchzuladen.

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