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Tausende Ungarn auf der Straße

"Revolution der Clowns"

Tausende Ungarn auf der Straße

Unter dem Motto "Revolution der Clowns" haben tausende Ungarn gegen Sparpläne der Regierung demonstriert. Einige der Polizisten, Ordnungskräfte und Katastrophenschützer gingen sogar geschminkt und verkleidet auf die Straße, nachdem der rechtsnationale Ministerpräsident Viktor Orban die Gewerkschafter während der Verhandlungen als "Clowns" bezeichnet hatte.

Unmut
Für Unmut sorgen in Ungarn vor allem Pläne der Regierung, wonach Polizisten nicht mehr so früh in Pension gehen können wie heute und sogar derzeitige Frührentner wieder zur Arbeit verpflichtet werden sollen. Diese rückwirkende Regelung ermöglicht eine jüngst erfolgte Verfassungsänderung.

Orban hatte zuvor die Staatsverschuldung, die etwa 80 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausmacht, zum größten politischen "Feind" erklärt. Als ein hauptsächlicher Kostenverursacher gilt die hohe Zahl der Früh- und Krankenrentner aus dem öffentlichen Dienst. Die Polizisten-Laufbahn war in Ungarn für viele überhaupt nur attraktiv, weil sie einen frühen Eintritt in den Rentnerstatus ermöglichte.

Viele Rechtsradikale
Unter den Demonstranten machten Beobachter viele Rechtsradikale aus, darunter Vertreter der rechtsextremistischen sogenannten Bürgerwehr "Szebb Jövö", die in letzter Zeit rassistische Konflikte mit Roma provoziert hatte.

Peter Konya, Vorsitzender des Dachverbands aller waffentragenden Staatsdiener, hatte es am Vortag vor Journalisten abgelehnt, sich von der Teilnahme der Rechtsradikalen an den Demonstrationen zu distanzieren. Diese seien ebenso willkommen wie die Vertreter der kommunistischen ungarischen Arbeiterpartei, sagte der Hauptorganisator der Proteste.

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