Tori Johnson: Der tragische Held von Sydney

Sydney-Attentat

Tori Johnson: Der tragische Held von Sydney

16 Stunden lang harrten sie in Todesangst aus. Eingesperrt im Lindt-Café am Martin Place in Sydney. Bedroht vom Fanatiker Man Haron Monis (50), der drohte, sie alle mit seiner abgesägten Schrotflinte zu erschießen. 17 Menschen hatte der selbst ernannte „Sheikh Haron“ (siehe auch Kasten links) am Montag in Australien in seine Gewalt gebracht. Zwei von ihnen überlebten die Amok-Tat nicht.

Manager versuchte, Täter die Waffe zu entreißen
Das erste Opfer: Tori Johnson (34), seit zwei Jahren Storemanager des Cafés. Als er bemerkt, dass der Geiselnehmer um zwei Uhr Früh einzunicken scheint, versucht er, ihn zu überwältigen. Es kommt zu einem Handgemenge. Mehrere Geiseln können während des Raufhandels fliehen, doch Johnson bezahlt sein Engagement mit dem Leben. Der Geiselnehmer erschießt ihn.

Australiens Premier: "Wir werden Lektion lernen"
Das zweite Opfer: die Anwältin Katrina Dawson (38). Wie jeden Morgen hatte sich die dreifache Mutter auch dieses Mal in der Früh einen Kaffee im Lindt-Café kaufen wollen. Sie starb, zwei ihrer Kollegen überlebten.

Der Tag nach dem Terrorakt: Tausende haben am Martin Place Blumen niedergelegt. Immer wieder brechen Menschen in Tränen aus. „Das Geschehene zeigt, dass auch ein Land, das als frei, offen für alle und sicher gilt, verletzbar ist durch Akte politisch motivierter Gewalt“, erklärt Australiens Premier Tony Abbott. „Wir werden daraus einige Lektionen lernen, aber noch wissen wir nicht genau, welche.“

(mud)

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